Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
20. Dezember 2021, Berlin
Nach meiner Booster-Impfung am Samstag hatte ich in der Nacht zum Sonntag ordentlich Fieber und habe den gestrigen Tag größtenteils im Bett verbracht. Heute geht es mir aber insgesamt wieder ganz gut. Außer dass ich übertrieben viel schwitze.
Ich stehe in der Postfiliale, um die letzten Weihnachtspakete aufzugeben, und transpiriere, als hätte ich gerade den Marathon des Sables durch die marokkanische Sahara absolviert. Der Schweiß läuft mir niagarafallartig die Schläfen hinunter und ich fürchte, dass ich gleich knöcheltief in einer Pfütze stehe. Aber wahrscheinlich bilde ich mir meine abnormale Schweißproduktion nur ein. Für die Frau hinter dem Schalter bin ich sicherlich ein ganz gewöhnlicher Mensch, der eine ganz gewöhnliche Menge Schweiß schwitzt.
Zumindest rede ich mir das ein, denn sonst müsste ich sofort die Filiale verlassen und mir eine neue suchen. Am besten in einem anderen Kiez. Oder noch besser in einer anderen Stadt.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)









