Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
07. Februar 2022, Berlin
Ich starte in unsere jährliche Saftfastenwoche mit einer Tasse Tee. Heißer Holunder. Nach drei Schlucken habe ich kein Bock mehr auf Tee. Ich habe prinzipiell nichts gegen Holunder. Meine Haltung gegenüber Holunder würde ich als indifferent bezeichnen. Er ist mir schlichtweg egal. (Ohne zu googeln, weiß ich nicht einmal wie Holunder aussieht.) Aber normalerweise würde ich jetzt einen Kaffee trinken, der Körper und Geist aus dem Standby-Modus holt und mich in einen menschähnlichen Zustand transformiert. Da kann Holunder einfach nicht mithalten.
Koffein ist beim Saftfasten jedoch nicht erlaubt. Da haben die Saftfastengötter einen Riegel vorgeschoben. (Wie auch vor alles andere, was ein kleines bisschen Spaß machen würde.)
Also sitze ich auf dem Sofa, nippe an meinem Holundertee und versuche mir einzureden, dass er eigentlich doch ganz lecker ist. Das will mir aber nicht recht gelingen. Für so viel Phantasie, Selbstsuggestion und Selbstbetrug bräuchte ich erstmal eine ordentliche Ladung Koffein.






