Eine kleine Wochenschau | KW10-2022

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


07. März 2022, Berlin

Im Supermarkt bekommt die Kundin vor mir anlässlich des morgigen Frauentags eine rote Rose geschenkt. Ich finde das irgendwie unpassend. Rosen gelten schließlich gemeinhin als Blumen der Liebe. Ich würde nicht wollen, dass mir ein Supermarkt floristisch seine Liebe gesteht. (Der will doch sowieso nur mein Geld.)

Statt Frauen Blumen zu schenken, wäre es doch viel eher im Sinne des Frauentags, wenn Rabatt-Coupons für Putzmittel an Männer verteilt würden. Als kostenbewusster – aka geiziger – Mensch würde ich das auf jeden Fall begrüßen. (Und ich muss ja auch nicht erzählen, dass meine Frau bei uns fürs Badputzen zuständig ist.)

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Familien-Tweets der Woche (402)

Die DSGVO, so beliebt wie Rosinen, Rosenkohl und Kapern. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Eine kleine Wochenschau | KW09-2022

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


28. Februar 2022, Berlin

Heute ist Schlaf-in-der-Öffentlichkeit-Tag. Ein Tag, der meines Erachtens viel zu wenig beachtet wird. Schließlich ist Schlafen gesund. Und wenn du schläfst, kannst du keine Nachrichten lesen und das ist auch gesund.

Orte, an denen ich den Schlaf-in-der-Öffentlichkeit-Tag in der Vergangenheit begangen habe (unabhängig vom 28. Februar):

  • im Flugzeug, in der Bahn, im Taxi, im Reisebus, aber nicht auf dem Fahrrad
  • an den Stränden in Esquibien, auf Föhr und in Santa Teresa (Strandschlaf ist einfach phantastisch. Zumindest sofern du nicht ohne Sonnenschutz einnickst und dann nach ein paar Stunden wie ein hummerartiges Wesen wieder aufwachst.)
  • im Schlosspark Charlottenburg (Als die Kinder noch klein waren und du dir jede Minute Schlaf holen musstest, wo du sie bekommen konntest.)
  • während einer Zauberflöte-Aufführung an der Komischen Oper (Schöne Aufführung eigentlich, aber es war an einem Samstagabend, nachdem wir tagsüber ein 18.000-teiliges Hochbett aufgebaut hatten.)
  • im Studium regelmäßig am Dienstagnachmittag während der Skalierungsvorlesung (Diese fand ungünstigerweise direkt nach der Mittagspause statt und Dienstags war in der Mensa immer Schnitzel-Tag, so dass sich mein Geist anschließend nicht mit höherer Statistik beschäftigen konnte, weil der Körper ermüdende Verdauungsprozesse verrichten musste.)
  • in der Oberstufe regelmäßig am Donnerstag in der vierten Stunde im Englischunterricht (Dieser fand ungünstigerweise direkt nach einer Freistunde statt, in der wir uns immer beim Bäcker mit Teilchen versorgten, so dass sich mein Geist anschließend nicht mit englischer Grammatik oder Literatur beschäftigen konnte, weil der Körper ermüdende Verdauungsprozesse verrichten musste. Außerdem vermute ich bis heute, dass während der Englischstunde durch die Belüftungsanlage Valium versprüht wurde, so dass es unmöglich war, wach zu bleiben.)
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Eine kleine Wochenschau | KW09-2022 (Teil 2)

Teil 1


03. März 2022, Berlin

Heute ist Wenn-Haustiere-Daumen-hätten-Tag. Was für eine gruselige Vorstellung. Hätten Haustiere Daumen, könnten sie Werkzeuge benutzen und Menschen wären für sie vollkommen überflüssig. Wer braucht schon Herrchen oder Frauchen, wenn du deine Büchse Katzen- oder Hundefutter selbst mit dem Dosenöffner aufmachen kannst?

Mit Daumen könnten Haustiere außerdem Schusswaffen bedienen und dann Gnade uns Gott. (Oder Allah, Jahwe, Buddha, Shiva oder wer auch immer uns vor schießwütigen Haustieren schützen kann.) Was würde wohl ein Hamster tun, der Zeit seines Lebens in einen kleinen Käfig eingepfercht wird und dessen einzige Freizeitbeschäftigung darin besteht, in einem beschissenen Rad rumzurennen, wenn er plötzlich Daumen und Zugang zu einer Pump Gun hätte? Genau, er würde natürlich sofort diejenigen wegballern, die ihm das eingebrockt haben. Für Hamster-Besitzer:innen wäre das tragisch, aber es hört sich auch wie ein schöner Plot für einen Tarantino-Splatter-Film an: Reservoir Hamsters. (Vielleicht sollte ich Krude-Gedanken-Fasten betreiben.)

04. März 2022, Berlin

Der Sohn hat heute eine Exkursion mit dem Musik-Kurs. Er habe aber keine Infos, wo es hingeht. Das halte ich für eher unwahrscheinlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lehrerin den Schüler:innen das Ausflugsziel vorenthalten hat, um sie damit am Exkursionstag morgens zu überraschen. Wahrscheinlich hat wieder das Limbische System beschlossen, den Sohn nicht mit irgendwelchen unnötigen Details zu Musik-Exkursionen zu belasten. (Aus dem gleichen Grund hat mein Limbisches System entschieden, dass ich mir den Namen der Musiklehrerin nicht merken muss.)

Nachmittags erzählt der Sohn, sie seien ins Musikinstrumenten-Museum gefahren und hätten irgendwas zu Filmmusiken gemacht. Sei aber langweilig gewesen. Ich glaube, es gibt kein härteres und weniger begeisterungsfähiges Publikum als eine Klasse von 15-/16-jährigen.

05. März 2022, Berlin

Denke mir morgens beim Sport, ich könnte mal wieder ein paar Klimmzüge in mein Fitnessprogramm einbauen.

Meine Rücken-, Oberarm- und Bauchmuskulatur denken: „Nein.“

(Und ich bin mir sicher, sie denken auch: „Geht’s noch, du Trottel?“)

06. März 2022, Berlin

Die Tochter berichtet im Videotelefonat von ihren Alltagsproblemen in Schweden: von den teuren Alkoholpreisen. Es sei ohnehin gar nicht so leicht, überhaupt an Alkohol zu kommen. In Supermärkten gäbe es lediglich Bier, alles andere würde nur in speziellen Alkohol-Geschäften verkauft. Die hätten am Wochenende aber geschlossen und außerdem dürfe man da erst mit 20 rein. In Bars bekäme sie zwar schon mit 18 alkoholische Getränke, ein Bier koste dann aber locker sechs Euro und ein Gin Tonic mehr als zehn Euro.

Das Leben als Studentin in Schweden muss sehr hart sein.


Buch-Tipp der Woche

Falls Sie sich Sorgen um Inke Hummel machen, weil es schon sieben Monate her ist, dass sie ihr letztes Buch veröffentlicht hat, und Sie deswegen auf Hummel-Entzug sind, kann ich Sie beruhigen. Am 23. Februar ist ihr neuestes Werk erschienen: „Nicht zu streng, nicht zu eng: Dein sicherer Weg zwischen Schimpfen und falschem Verwöhnen. So wird dein Kind glücklich und befreit groß“. (Mit einer Länge von 136 Zeichen konnte Inke Hummel ihren eigenen Weltrekord für den längsten Erziehungsratgeber-Titel nicht ganz übertreffen, aber das nur am Rande.)

In dem Buch gibt Inke Hummel Tipps, wie Eltern das richtige Maß in der Erziehung finden, bei dem sie nicht ungewollt zu hart zu ihren Kindern sind, sie aber auch nicht überbehüten. Dabei zeigt sie unterschiedliche Erziehungswege auf, die zu Kindern mit unterschiedlichen Temperamenten passen und eine starke Bindung aufbauen, die sowohl Eltern als auch Kindern Sicherheit bieten. Auch dieser Ratgeber von Inke Hummel ist wieder sehr systematisch und didaktisch und angenehm undogmatisch, dafür aber immer wertschätzend und mutmachend gegenüber den Eltern.

Mein Lieblingstipp aus dem Buch ist der folgende: „Entscheide, ob dein Gegenüber zu dir oder deinem Kind im Grunde eine wichtige Beziehung hat. Falls nein, darfst du lächeln und winken.“ Es geht eigentlich darum, wie du auf Kritik an deinem Umgang mit deinem Kind reagieren sollst, aber ich finde, es ist auch ein sehr guter Tipp für quasi alle Situationen, in denen du mit Menschen zu tun hast.

Netterweise verlost Inke ein Exemplar von „Nicht zu streng, nicht zu eng“ unter allen Leser*innen, die bis Donnerstag, den 10.03.22, einen nicht zu strengen und nicht zu engen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen. [Bevor Sie mir einen Anwalt auf den Hals hetzen, möchte ich betonen, dass dies nur ein Witz war und die Art des Kommentars selbstverständlich keinerlei Einfluss auf die Verlosungsteilnahme hat. Sie können so streng oder eng kommentieren, wie sie wollen, und dürfen trotzdem teilnehmen.]

Der Rechtsweg ist ebenso wie der Linksweg ausgeschlossen, eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich, alle E-Mail-Adressen werden nach Abschluss der Verlosung DSGVO-konform gelöscht, blablabla …

Inke Hummel: Nicht zu streng, nicht zu eng: Dein sicherer Weg zwischen Schimpfen und falschem Verwöhnen. So wird dein Kind glücklich und befreit groß. Humboldt Verlag, 2022.


Alle Beiträge der Wochenschau finden Sie hier.


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Familien-Tweets der Woche (401)

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Dad you can! Noch 18 Tage

Heute sind es noch 18 Tage, bis am 21. März mein neues Buch „Dad you can!“ erscheint. Deswegen muss ich dafür Werbung machen. Damit Sie das vorbestellen. Dazu haben Sie jetzt noch 18 Tage Zeit. In 19 Tagen können Sie es dann direkt kaufen. Und wenn Sie das in großen Stückzahlen tun, muss ich Sie und mich zukünftig nicht mit solchen Posts belästigen. Win-win, sozusagen.

Eine kleine Wochenschau | KW08-2022

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


21. Februar 2022, Berlin

Wie schon im letzten Jahr erhalte ich ein Blog-Kooperationsangebot einer Firma, die Rasierapparate und Pflegeprodukte für den Intimbereich vertreibt. In der Mail gibt es verschiedene Vorschläge, wie das Thema aufbereitet werden könnte. Zum Beispiel „Unaufhaltbare Leistung beim Sport“. Ohne einen „Schwitz-Schritt“ und ohne Einschränkungen wären maximale sportliche Leistungen möglich. So richtig überzeugend finde ich die Storyline nicht. Ich meine, wie voluminös muss deine Schambehaarung sein, damit sie dich beim Joggen behindert? Verfängt die sich dann in deinen Beinen und du fällst andauernd hin? (Viel Spaß beim Kopfkino.)

Außerdem wird auch diesmal ein Selbstcheck vorgeschlagen, bei der ich die Produkte ausprobieren und dabei auf das Thema Hodenkrebsvorsorge aufmerksam machen könnte. Das ist natürlich ein wichtiges Anliegen, denn jährlichen werden tausende Menschen mit Hodenkrebs diagnostiziert und es ist die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern zwischen 25 und 45. Daher schlage ich Folgendes vor: Ich traumatisiere Sie nicht mit einem bebilderten Beitrag über Intimrasur-Experimente und Sie gehen trotzdem zum Urologen und lassen Ihre Testikel abtasten. (Und wenn Sie schon mal da sind, können Sie auch noch Ihre Prostata abchecken lassen.) Deal?

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Familien-Tweets der Woche (400)

Die DSGVO, so beliebt wie Rosinen, Rosenkohl und Kapern. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Eine kleine Wochenschau | KW07-2022

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14. Februar 2022, Berlin

Valentinstag. Auf meiner morgendlichen Laufrunde begegnen mir sehr viele Männer, die mit Blumensträußen unterwegs sind. (Irrelevanter fun fact am Rande: Als Kind habe ich mich immer gewundert, wenn der Valentinstag an einem anderen Tag als Dienstag war. Das ergab für mich überhaupt keinen Sinn.)

Meine Frau und ich haben uns noch nie etwas zum Valentinstag geschenkt. Aber nicht, um dem kapitalistischen Konsumzwang die Stirn zu bieten und um mit selbstgefälligen Social-Media-Posts zu verkünden, dass wir nicht auf die perfiden Marketingmanipulationen der Schnittblumen- und Pralinenindustrie reinfallen. Nein, eher weil wir vergesslich sind. Außerdem haben wir Ende Januar unseren Jahrestag. Innerhalb von vierzehn Tagen zwei Mal unsere romantische Verbundenheit zu zelebrieren, erschiene mir doch etwas bemüht. Fast schon zwanghaft. Als müssten wir irgendetwas kompensieren. Deswegen lassen wir das mit Valentinstag.

Okay, um ehrlich zu sein, hat in unserer 25-jährigen Partnerschaft in mehr als der Hälfte der Jahre einer oder eine von uns nicht an unseren Jahrestag gedacht (meistens beide), so dass wir unsere romantische Verbundenheit gar nicht zelebriert haben. Zum Glück haben wir im Mai Hochzeitstag. Dann haben wir einen weiteren Tag, den wir vergessen können.

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Familien-Tweets der Woche (399)

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https://twitter.com/Puddingklecks_/status/1493201770801209350
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