Die noch vollere Wahrheit – Nachtrag zur Buchrezension „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“ von Patricia Cammarata

Im Nachklang zu meiner gestrigen Vorstellung des Buchs „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“* hat Patricia auf ‚Das Nuf‘ einen Beitrag veröffentlicht, in dem sie die Wahrheit über das Arschbomben-Buch preisgibt. Zusammengefasst schreibt sie, das Buch bestünde lediglich aus leeren Seiten und einem hastig zusammengeschusterten Cover. Das „Buch“ habe sie erfunden, damit ich eine Rezension auf dem von ihr – Zitat Anfang – „sehr geschätzten“ – Zitat Ende – ‚Familienbetrieb‘ veröffentliche. Diese Posse hätte ich, laut Patricia, in meinem Post lediglich nicht aufgedeckt, um sie nicht bloßzustellen.

Das Nuf - Die volle Wahrheit

Zugegebenermaßen ist die Idee eines leeren Buches durchaus reizvoll. Es ist billig im Druck, der Aufwand für das Layout ist überschaubar und das Lektorat bereitet ebenfalls kaum Mühe. Außerdem ergeben sich ungeahnte Marketingmöglichkeiten, wie beispielsweise Lesungen in tibetanischen Schweigeklöstern. Außerdem schmeichelt mir die Darstellung von Patricia natürlich sehr. Dennoch muss ich offenlegen, dass Patricia noch nicht die volle Wahrheit über die Entstehung ihres Buches kundgetan hat.

Tatsächlich hatte ich nämlich vor ungefähr zwei Jahren die Idee, dass es die Blog-Texte von Patricia in gedruckter Form geben sollte, damit ich eine anbiedernde, einschleimende und bei den Leserinnen und Lesern Fremdscham erzeugende Buchvorstellung auf meinem Blog veröffentlichen kann. Der Bastei Lübbe-Verlag, den ich über meine wahren Absichten im Unklaren ließ, war sofort Feuer und Flamme für die Idee. Was nicht weiter verwunderlich ist, da selbst ein des Lesens unkundiger mongolischer Schafshirte das Marktpotenzial von ‚Das Nuf‘ erkannt hätte. Glücklicherweise erklärte sich Patricia dazu bereit, Texte ihres Blogs auszuwählen und zu überarbeiten, so dass das Arschbomben-Buch am 13. August in den Handel kam.

Daher kann ich Ihnen versichern, dass das Buch entgegen der Aussage von Patricia ganz großartige, lesenswerte, kurzweilige, lachtränenerzeugende Texte enthält. Sie können es also getrost kaufen. Also, sobald die zweite Auflage erhältlich ist. Denn selbstverständlich hat sich das Cammaratasche Erstlingswerk wie geschnitten Brot verkauft.

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Lesen Sie dann demnächst bei ‚Das Nuf‘, wie Patricia den ‚Familienbetrieb‘ erfunden hat, damit hier eine gefällige Rezension zu ihrem Buch erscheint. Danach berichtet Bastei Lübbe, wie sie vor über zehn Jahren das Projekt ‚Das Nuf‘ starteten, um im Spätsommer 2015 den Verkaufsschlager des Jahres im Programm zu haben. Aber eigentlich ist das alles nur eine Erfindung der Käsekuchenindustrie, die mit diesem Bubenstück den Käsekuchen als anerkannte Bestechungswährung für Gefälligkeitsrezensionen positioniert.

Käsekuchen. Von WeightWatchers gehasst.

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Patricia Cammarata: Sehr gerne, Mama, du Arschbombe. Tiefenentspannt durch die Kinderjahre. Bastei Lübbe 2015, 238 Seiten für 8,99 €. ISBN 978-3-404-60840-9*

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Buchvorstellung: „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“ von Patricia Cammarata

„DA IST DAS DING!“ Nichts fasst die Freude in der Blogosphäre, im Internet und in ganz Deutschland über das Erscheinen des ersten Buchs von Patricia Cammarata treffender zusammen als dieses Zitat des letzten deutschen Fernseh-Philosophens – nein, nicht Richard David Precht, sondern Oliver Kahn. Seit dem 13. August ist endlich „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“* käuflich zu erwerben.

Sehr gerne, Mama, du Arschbombe.

Nun verstehe ich zugegebenermaßen vom Bücherrezensieren ungefähr so viel wie von angewandter Kernphysik. Spätestens nach dem Lesen des Beitrags werden Sie mir diesbezüglich nicht widersprechen. Dennoch möchte ich es mir aber nicht nehmen lassen, dieses Must-Read für alle Eltern beziehungsweise alle lesefähigen Menschen vorzustellen. Ich hoffe, ich richte keinen Schaden damit an.

Disclosure

Der Verlag hat mir ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich kann Ihnen aber versichern, dass mein Urteil dennoch unbestechlich ist und ich mich für 8,99 Euro, die das Buch kostet, nicht korrumpieren lasse. Für einen Käsekuchen vielleicht schon. Aber ich habe keinen von der Autorin erhalten. Eigentlich schade.

Darüber hinaus möchte ich offenlegen, dass ich Patricia Cammarata persönlich kenne und auf einigen Blogger-Events getroffen habe. Ich finde sie außerordentlich sympathisch, klug, gutaussehend, eloquent und bewundere ihren Blog schon lange. Als Vorsitzender des 1. Inoffiziellen Patricia-Cammarata-Groupie-Clubs würde ich mich am liebsten bei jedem Treffen als Zeichen meiner Wertschätzung und Ehrerbietung vor ihre Füße schmeißen. Soziale Konventionen und die Angst vor einem richterlichen Kontaktverbot hindern mich allerdings daran.
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Familien-Tweets der Woche (61)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!

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Das Bloggen der Anderen (41)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Aufgrund des (schon etwas zurückliegenden) Urlaubs ist die Auswahl diesmal etwas ausführlicher und teilweise auch schon etwas älter. Aber auf jeden Fall lesenswert. Viel Spaß!

  • In manchen Bundesländern hat die Schule schon wieder angefangen, aber einige Eltern fahren vielleicht demnächst mit dem Auto in den Urlaub oder machen sich auf die Rückreise. Hilfreiche Tipps, wie man die stundenlangen Fahrten mit dem irgendwann nicht mehr ganz so lieben Nachwuchs übersteht, gibt es bei ‚Mama arbeitet‘ und bei ‚Frau Mutter‘.

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Familien-Tweets der Woche (60)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!

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Familien-Tweets der Woche (59)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

Aber diesmal sind die Familien-Tweets nicht hier zu lesen, sondern der dufte Johnny vom ‚Weddinger Berg‘ war so reizend, während ich mich in der Bretagne vergnüge, die Urlaubsvertretung zu übernehmen und hat sich die Mühe gemacht, ganz famose Tweets zusammenzustellen.

Aber lesen Sie hier! Und schauen Sie auf jeden Fall häufiger auf dem Weddinger Berg vorbei. Es lohnt sich!

Weddinger Berg

Familien-Tweets der Woche (58)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!

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Blogparade #Väterglück: Was Väter glücklich macht

Beschämt habe ich festgestellt, dass bei mir noch ein Blogstöckchen rumliegt. Das Stöckchen ist fast schon ein wenig vergammelt, modrig und faulig. Denn es ist bereits mehr als zwei Wochen her, dass es mir die Kollegen von ‚Daddylicious‘ zugeworfen haben. Es geht um Väterglück, also darum, was Väter glücklich macht. Nun gut, ich will mich daran versuchen.

Um es vorweg zu sagen, finde ich, dass sich das Glück von Vätern und Müttern wahrscheinlich gar nicht so großartig unterscheidet. Das im Folgenden beschriebene Väterglück macht sicherlich auch alle Mütter glücklich. Es ist  ein ubiquitäres Elternglück, das ich uns allen von ganzem Herzen wünsche.

Das große Glück. Sinnbild.

Das große Glück. Sinnbild.

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Es gibt sehr viele Momente, in denen Väter Glücksgefühle verspüren. Zum Beispiel wenn die Tochter es auf dem Spielplatz im Klettergerüst bis ganz nach oben geschafft hat und voller Hochgefühl nach unten winkt, dann hüpft dein väterliches Herz freudig höher (Und du verspürst tiefe Erleichterung, dass das gute Kind gelenkiger und motorisch geschickter ist, als du es jemals warst.). Oder wenn der Sohn sein erstes Judoturnier gewinnt und mit stolzgeschwellter Brust auf dem Siegertreppchen steht, strömt durch deine Adern pures Glück (Und du bist unendlich froh, nicht die eigenen unsportlichen Gene vererbt zu haben.).

Ganz zu schweigen von dem Augenblick, wenn du dein Kind nach der Geburt das erste Mal friedlich und engelsgleich in den Armen hältst. Da verdrückst du möglicherweise vor Rührung gar das eine oder andere Tränchen. Zu diesem Zeitpunkt ahnst du auch noch nicht, dass dich dieses kleine Geschöpf in den nächsten Monaten nachts immer wieder und wieder aus dem Schlaf reißen wird. Gnadenlos und unerbittlich, bis du glaubst, der Anti-Christ ist in Gestalt eines Säuglings auf die Erde gekommen, um dich zu peinigen. Aber das nur am Rande.

Ja, im Leben eines Vaters sind das alles ganz tolle Ereignisse. Ergreifend, einzigartig, rührend und so weiter und so fort, etc. pp. blablabla. Denn eigentlich ist das größte Väterglück viel banaler. Es gibt ihn nämlich tatsächlich, diesen einen Moment, der die oben beschriebenen Situationen glücksgefühlsmäßig bei weitem in den Schatten stellt. In dem das Dopamin in Strömen fließt wie das Bier auf dem Oktoberfest und in dem die Endorphine so ausgelassen tanzen wie ein Raver auf der Love Parade:

Wenn du ganz in Ruhe kackst!

Ein stiller Ort. Des Vaters großes Glück des Vaters.

Ein stiller Ort. Des Vaters größtes Glück.

Was gibt es Schöneres, als ein wenig For-me-time auf dem Abort? Mit sich und seinem Darm im Reinen sein. Die Seele und anderes baumeln lassen (Ich denke, die Leserinnen und Leser freuen sich sehr über das schöne Kopfkino, das ich ihnen gerade bereite.). Mehr braucht es nicht, um einen Vater richtig glücklich zu machen.

Das Problem: Die väterliche Ruhe auf dem Donnerbalken ist eine Schimäre. Ein Hirngespinst, ein Trugbild. Es gibt sie nicht. Man sucht sie stets und findet sie doch nie. Wie den Heiligen Gral, das versunkene Atlantis oder das Bernsteinzimmer. Sie existiert nur in väterlichen Phantasien, aber nicht im realen Hier und Jetzt, in einer Welt, in der Kinder diktatorisch über das Klosett herrschen.

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Als die Tochter auf die Welt kam, beendete sie die Ära des stillen Örtchens mit lautem Geschrei (An dieser Stelle höre ich förmlich die ‚Aahs‘ und ‚Oohs‘ der werten Leserinnen- und Leserschaft ob dieses gelungenen Wortspiels.). War ich mit ihr alleine, mussten meine Beine nur für den Bruchteil einer Sekunde die Klobrille berühren und sofort fing die Tochter lautstark an zu brüllen. Sie hörte erst wieder auf, wenn ich mich erhob. Lange Zeit war ich der festen Überzeugung, dass an unserer Toilette ein Bewegungsmelder angebracht war. Bei Druckausübung löste ein Sensor in den töchterlichen Synapsen einen biochemischen Reiz aus, der dazu führte, dass sie mit einer Lautstärke von 100 Dezibel schrie. Somit musste jeder Toilettengang in Rekordgeschwindigkeit durchgeführt werden, damit besorgte Nachbarn nicht das Jugendamt benachrichtigten, da sie befürchteten, ich misshandele das arme Kind.

Aber so etwas erzählt einem ja niemand, wenn du Eltern wirst. Vor den schlaflosen und kraftzehrenden kurzen Nächten davor warnen sie dich. Schlafen sollst du, wenn das Kind schläft. Das raten sie dir. Was für ein Unfug! Aufs Klo gehen sollst du, wenn dein Kind schläft. Das wäre mal ein wertvoller Tipp.

Beim Sohn, der knapp drei Jahre nach der Tochter kam, war es auch nicht besser. Zu Beginn der dreimonatigen Elternzeit mit ihm unterlag ich dem Irrglauben, wir zwei Männer könnten in friedlicher Koexistenz im Badezimmer sitzen. Ich auf dem Porzellan-Thron, er in seiner Babyschale. Vater und Sohn, Auge in Auge, den frühkindlichen Verlustängsten trotzend. Was in der Theorie bestechend klang, erwies sich in der Praxis als naiv. Spätestens nach 30 Sekunden tat der Sohn seine Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation durch lautes Wehklagen kund. Da half kein Schnuller, keine Rassel und kein Singen. Nicht einmal ‚Blowin‘ in the wind‘, was ich situativ-thematisch immer ganz passend fand.

Die prekäre Toilettensituation bessert sich auch nicht, wenn die Kinder älter werden. Inzwischen ist die Tochter 11 und der Sohn 8, aber sobald ich auf Toilette gehe, dauert es keine 60 Sekunden, bis ein Kind mit fast überschwappender Blase an die Badezimmertür hämmert wie ein GSG9-Kommando bei einer Geiselbefreiung und energisch Einlass fordert.

Nun könnte man vermuten, dass man abends, wenn die Kinder im Bett liegen, die Stille auf dem Klo genießen kann. Eine Annahme, die von grenzenloser, weltfremder Einfältigkeit zeugt. Oder von Kinderlosigkeit. Denn ist ein Kind zu Bett gegangen, muss es mindestens noch vier Mal auf Toilette gehen. So will es das Gesetz. Und danach muss es immer etwas trinken, so dass es später wieder vom Harndrang gepeinigt wird. Damit ist auch in den Abendstunden die Stille auf dem Klo empfindlich gestört.

Aber selbst wenn die Kinder und ihre Blasen endlich eingeschlafen sind, ist es mit einem entspannten Aufenthalt auf der Doppelnull nicht weit her. Kaum hast du es dir für 30 Minuten auf dem Lokus gemütlich gemacht, um die letzte Ausgabe des Philosophie-Magazins* (* des Kickers) zu studieren, klopft die Freundin ungeduldig an die Tür, da sie ebenfalls dringend Wasser lassen müsse. Wie soll man da als Vater glücklich werden?

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Denn so ist es mit dem Väterglück. Es ist so nah (quasi nur ein Zimmer entfernt) und doch so fern. Aber vielleicht bekomme ich zum nächsten Vatertag einmal einen Gutschein für mein größtes Väterglück.

Das wäre toll!

Familien-Tweets der Woche (57)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!

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Das Bloggen der Anderen (40)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

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