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26.06.2021, Berlin
Kurz nach 17 Uhr startet unser Flug nach Olbia. Wir sind schon drei Stunden früher am Flughafen. Wie immer bin ich übertrieben nervös. Weil wir im Schnitt nur alle zwei Jahre fliegen, bin ich ein äußerst unroutinierter und unsouveräner Flugreisender. Ich befürchte immer, dass ich die falschen Unterlagen ausgedruckt habe, die Koffer zu schwer sind, wir zu früh oder zu spät sind, uns komplett im Datum geirrt haben oder ich sonst irgendetwas falsch gemacht habe und unangenehm auffalle.
Heute ist meine Aufregung beim Check-In noch größer, denn wir müssen zusätzlich die diversen Corona-Formulare und -Testbescheinigungen vorweisen. Nachdem die Dame am Schalter unsere Ausweise kontrolliert hat, fragt sie, ob wir das Einreise-Formular ausgefüllt und einen Corona-Test gemacht hätten. Stolz nicke ich und frage: „Soll ich Ihnen die Ausdrucke zeigen?“ Ich komme mir vor wie ein Erstklässler, der seine Hausaufgaben präsentieren möchte, um von seiner Klassenlehrerin ein Fleißbienchen zu bekommen. Die Frau schüttelt den Kopf und erklärt, sie müsse das lediglich fragen, aber nicht kontrollieren. Dann halt nicht. Allerdings schade um das Fleißbienchen.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)





