Sardinien 2021 – Anreise: Von unroutinierten Gepäckaufgaben, verschwitzten Sicherheitskontrollen, beklatschten Landungen und sympathischen Taxifahrer-Namensvettern

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26.06.2021, Berlin

Kurz nach 17 Uhr startet unser Flug nach Olbia. Wir sind schon drei Stunden früher am Flughafen. Wie immer bin ich übertrieben nervös. Weil wir im Schnitt nur alle zwei Jahre fliegen, bin ich ein äußerst unroutinierter und unsouveräner Flugreisender. Ich befürchte immer, dass ich die falschen Unterlagen ausgedruckt habe, die Koffer zu schwer sind, wir zu früh oder zu spät sind, uns komplett im Datum geirrt haben oder ich sonst irgendetwas falsch gemacht habe und unangenehm auffalle.

Heute ist meine Aufregung beim Check-In noch größer, denn wir müssen zusätzlich die diversen Corona-Formulare und -Testbescheinigungen vorweisen. Nachdem die Dame am Schalter unsere Ausweise kontrolliert hat, fragt sie, ob wir das Einreise-Formular ausgefüllt und einen Corona-Test gemacht hätten. Stolz nicke ich und frage: „Soll ich Ihnen die Ausdrucke zeigen?“ Ich komme mir vor wie ein Erstklässler, der seine Hausaufgaben präsentieren möchte, um von seiner Klassenlehrerin ein Fleißbienchen zu bekommen. Die Frau schüttelt den Kopf und erklärt, sie müsse das lediglich fragen, aber nicht kontrollieren. Dann halt nicht. Allerdings schade um das Fleißbienchen.

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Sardinien 2021 – Vorbereitung (2): Von Friseurbesuchen, keinen Don-Draper-Scheiteln, Batman-Logos und erfolgreichen Corona-Tests

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25.06.2021, Berlin

Morgen fliegen wir in den Urlaub nach Sardinien und ich gehe heute zum Friseur. Damit beginnt traditionell mein Urlaub. Mit einem Haarschnitt. Damit ich am Strand fresh aussehe. Das darf ich aber nicht sagen, weil die Kinder das cringe finden. (Wenn ich cringe sage, finden sie das übrigens auch cringe, aber das nur am Rande.)

Ich gehe schon seit Jahren zu einem arabischen Friseur bei uns in der Straße. Er ist flink und schweigsam. Zwei Qualitäten, die ich bei einem Friseur sehr schätze. Allerdings nimmt er es nicht immer so genau mit meinen Anweisungen, wie ich die Haare geschnitten haben möchte. An den Seiten und hinten kurz, oben nur die Spitzen. Damit ich mir einen Scheitel kämmen kann, wie ihn Don Draper in Mad Men trägt.

Warum ich wie Don Draper aussehen möchte, ist mir selbst nicht ganz klar, denn er ist ein eher unsympathischer Zeitgenosse. Er betrügt seine Ehefrau, behandelt seine Mitarbeiter von oben herab und ist auch sonst eine Spur zu arrogant und selbstverliebt. Aber irgendwie ist er trotzdem cool. (Die toxische Männlichkeit nickt selbstgefällig). Und außerdem hat er eine schnittige Frisur, die mir gefällt. Mein arabischer Friseur schneidet meine Haare oben aber immer zu kurz, so dass es nicht zu einem Don-Draper-Scheitel reicht, sondern mehr zu einer Art Bürzel wie bei Tim aus Tim & Struppi.

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Sardinien 2021 – Vorbereitung (1): Von naivem Urlaubs-Optimismus, Inzidenz-Schwankungen und nervigem Organisationsstress

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24.06.2021, Berlin

Wer hätte letztes Jahr gedacht, dass diesen Sommer Urlaub im Ausland möglich sein wird? Anscheinend wir, denn im September sagten wir uns in einer Mischung aus realitätsverweigerndem Optimismus und weltfremder Naivität, „Ach, 2021 wird dieser ganze Corona- Mist ja wohl vorbei sein!“, und buchten eine Ferienwohnung auf Sardinien. (In einer Mischung aus uns innewohnendem Pessimismus und einem Rest Realismus schlossen wir zusätzlich eine Reiserücktrittsversicherung ab.)

Angesichts der verschiedenen Corona-Wellen sahen unsere Urlaubs-Chancen zwischendurch nicht besonders gut aus (Oktober), dann verschlechterten sie sich (November), bevor sie katastrophal wurden (Dezember, Januar). Eine kurze Phase der Hoffnung blieb kurz (Februar), aber auf Sardinien gab es plötzlich erfreuliche Entwicklungen. Dort waren die Inzidenzwerte im März so niedrig, dass die italienische Regierung die Insel zur „Weiße Zone“ einstufte, in der es nur relativ wenige Corona-Vorschriften gibt. Als einzige Region in ganz Italien!

Das fanden die Sarden so toll, dass sie Hochzeiten, Taufen, Geburtstage und andere Familienfeste feierten, als gäbe es kein Morgen mehr. (Was in Zeiten einer globalen Pandemie eine nicht gänzlich unrealistische Option ist.) Mit hunderten von Menschen, ohne Masken und ohne Abstand, aber dafür mit Ringelpiez und Anfassen. (Getreu dem leicht abgewandelten Reeperbahn-Motto „Alles geht, alles muss!“) Sofort stiegen die Infektionen sprunghaft an und drei Wochen später war Sardinien „Rote Zone“. Wieder als einzige Region in ganz Italien.

Die Corona- und damit unsere Urlaubsaussichten blieben also trübe (März) und wurden noch trüber (April). Ab Mai kam dann die Trendwende: Sowohl in Deutschland als auch in Italien und auf Sardinien sank die Zahl der Neuinfektionen stetig. Entweder aufgrund des Erfolgs der Impfkampagnen (wahrscheinlich) oder wegen der Social-Distancing-, Masken- und Hygiene-Disziplin der Menschen (eher unwahrscheinlich). Oder das Corona-Virus, das anderthalb Jahre wirklich alles gegeben hat, braucht einfach mal eine Verschnaufpause und macht selbst Urlaub (nicht auszuschließen).

Nun sieht es also so aus, dass wir übermorgen tatsächlich nach Sardinien fliegen können. Hoffen wir einfach, dass sich Covid-19 und seine mutierte Verwandtschaft ein anderes Urlausziel ausgesucht haben.

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Urlaubsblog: Wenn nichts geht, dann muss auch nichts

Es ist Dienstagmorgen, 9.30 Uhr. Die Kinder spielen im Pool, die Frau liegt lesend auf dem Liegestuhl, im Hintergrund zirpen die Zikaden, ein paar Vögel zwitschern. Eigentlich alles ganz idyllisch.

Trotzdem fühle ich mich angespannt, fast schon gestresst. Ich müsste etwas für den Urlaubsblog schreiben, müsste den Beitrag von gestern veröffentlichen, müsste ein paar Bilder bearbeiten. Im Urlaub sollst du aber nicht „Müssen“ müssen, im Urlaub sollst du „Wollen“ wollen. (Ein Satz, der in meinem Kopf ganz gut klang, sich aber so niedergeschrieben etwas merkwürdig liest. Egal, ich lasse ihn jetzt so stehen.)

In den letzten Jahren habe ich mich immer auf den Urlaubsblog gefreut. Fernab vom Alltag und der Arbeit genügend Zeit haben, um in Ruhe zu bloggen. So wie andere Menschen am Strand, beim Wandern oder beim Sightseeing entspannen, so genoss ich es, meine Umwelt zu beobachten und darüber zu schreiben. Zum Beispiel über verschrobene Strandkorbnachbarn auf Föhr, über vollkommen überfüllte Strände auf Sardinien oder über morgendliches Joggen mit streunenden Hunden in Psakoudia. Von der Muse geküsst, flogen mir die Einfälle und die Formulierung förmlich zu. Ich notierte sie tagsüber in meinem Büchlein, tippte sie abends ab, veröffentlichte sie in der Nacht und erfreute mich am nächsten Tag über die vielen positiven Reaktionen.

Doch dieses Jahr ist es irgendwie anders. Die Einfälle und Formulierungen fliegen mir nicht zu, sondern ich muss sie suchen. Und zwar krampfhaft. Trotzdem finde ich nichts. Weder beim Joggen noch am Strand und auch nicht beim Einkaufen oder beim Schlendern durch Bali. Nach acht Jahren Urlaubsblog scheint mein Kopf leer zu sein, es fehlen mir die Ideen, etwas zu schreiben, was ich nicht schon dutzende Male beschrieben habe.

Eigentlich war ich schon vor dem Urlaub skeptisch, was die Bloggerei angeht. Aber das hatte ich bisher jedes Jahr. Die Befürchtung, dass mir nichts einfällt, ich keine Ideen habe, es nicht genügend Stoff für Beiträge gibt. Wenn wir dann aber in unserem Urlaubsort ankamen, lief das Schreiben immer fast wie von alleine.

Aber nicht so in Bali. Hier küsst mich die Muse nicht, sondern ich muss mit ihr kämpfen, sie regelrecht in den Schwitzkasten nehmen, damit sie überhaupt irgendetwas ausspuckt. Und abends hatte ich keine Lust, noch etwas zu schreiben, sondern der Gedanke, den Computer hochzufahren, hatte eher etwas Zwanghaftes. Eher wie Arbeit als ein Hobby, das Spaß macht. Etwas, was ich tun muss, aber nicht was ich tun will.

Im Urlaub sollst du aber nicht „Müssen“ müssen, im Urlaub sollst du „Wollen“ wollen. (Auch beim zweiten Mal hört sich der Satz nicht viel besser an.) Oder wie es so schön heißt: Alles geht, nichts muss. Und wenn nichts geht, dann muss auch nichts.

Ich will mich in den nächsten Tagen aber nicht mit meiner Einfalls- und Ideenlosigkeit rumärgern müssen, sondern ich will die Zeit mit der Familie genießen, seichte Urlaubslektüre lesen, am Strand und im Garten abhängen und mich einfach erholen. Und deswegen habe ich entschieden, dass ich den diesjährigen Urlaubsblog beende, bevor ich ihn richtig begonnen habe.

Herzlichen Dank für die vielen Kommentare und Reaktionen auf die ersten beiden Beiträge. Lesen Sie einfach meine alten Urlaubsblog oder genießen Sie so den Sommer.

Bis bald!

Kreta 2019 – Anreise: Besondere Vorkommnisse: keine

Samstag, 5.55 Uhr. Der Wecker klingelt. Nicht weil wir so früh zum Flughafen müssen, sondern weil der Sohn aus irgendeinem brandenburgischen Nest abgeholt werden muss, wo er die letzte Woche im Judo-Camp war. Die Frau und die Tochter nehmen die Zwei-Stunden-Fahrt auf sich, ich nutze den Vormittag für ein paar Erledigungen.

Leave all that can be spared behind. We travel light.

Zunächst räume ich die Wohnung auf, sauge überall und putze Bad und Küche. Das nervt zwar, wenn wir aber in zwei Wochen zurückkommen, sieht es wenigstens nicht aus, als hätte in unserer Abwesenheit eine Bande von Mietnomaden in der Bude gehaust. Das würde nur den Urlaubsende-Blues vergrößern und jegliche Erholung der vorausgegangenen vierzehn Tage zunichtemachen.

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Kreta 2019 – Vorbereitung: Von Villen mit Pool, Flugscham und dem langweiligsten Ferienort der Welt

Morgen startet der alljährliche Familienurlaub. Um eins gleich vorwegzunehmen: Im Gegensatz zum letzten Jahr geht es diesmal nicht nach Föhr, wenngleich der (fast) tägliche Genuss köstlicher Campingwecken eine ziemlich starke Anziehungskraft ausübt. Allerdings ist Föhr nicht sonderlich groß und im letzten Jahr habe ich festgestellt, dass doch die ein oder andere Urlauberin*, meine täglichen Berichte über das Brötchenholen, die Trainingseinheiten mit Beach Body oder das Leben in der Strandkorb-Siedlung lasen. Einerseits schmeichelt das selbstverständlich meinem Autoren-Ego, andererseits kann es im ungünstigen Fall aber dazu führen, dass eine wildfremde Person am Strandkorb auftaucht und sagt: „Ich wollte nur mal schauen, wie sie in echt aussehen.“ Im noch ungünstigeren Fall erscheint eine Person, über die ich am Vortag geschrieben habe, und haut mir eine rein. Beides eher unschöne Szenarien, die es zu vermeiden gilt. Es musste also ein etwas weiter entfernter Urlaubsort sein – vorzugsweise außerhalb Deutschlands –, der mehr Anonymität verspricht.

(*Im Folgenden verwende ich ausschließlich die weibliche Form, Männer und andere Geschlechter sind aber mitgemeint. Außer ich vergesse es und benutze die männliche Form. Dann sind Frauen und andere Geschlechter mitgemeint.)

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Föhr 2018 – Nachschlag 2: „Mord in Strandkorb 27. Alle sind föhrdächtig“

Wenn Sie meinen gestrigen Beitrag gelesen haben, wissen Sie, dass ich auf der Suche nach einer Geldquelle bin, um dauerhaft mit der kompletten Familie als Privatier nach Föhr umzusiedeln und eine luxuriöse Wohnung mit Meerblick zu beziehen. Optionen wie Kurkapellen-Roadie, Föhrer Bettelmusikant, Alpaka-Farmer und sonntäglicher Campingwecken-Monopolist scheiden leider aus. Daher ist meine beste Möglichkeit, zu viel Geld zu kommen, einen Bestseller-Roman zu schreiben. (Allenfalls beim Lottospielen habe ich eine noch höhere Chance, reich zu werden.)

Da die Nische des Föhr-Krimis noch nahezu unbesetzt ist, habe ich genau dafür eine Ideenskizze entwickelt, die ich nun an die renommiertesten deutschen Verlage schicken werde, damit diese sich an einer Ersteigerung der Druckrechte beteiligen können. (Es wäre ja unfair, gäbe ich nur einem Verlag die Möglichkeit, den neuen, erfolgreicheren Sebastian Fitzek zu entdecken.)

Den treuen Leserinnen und Lesern des Familienbetriebs und insbesondere des Föhr-Urlaubsblogs gewähre ich gerne eine exklusive Sneak-Preview in den Roman. Viel Spaß beim Lesen!

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Föhr 2018 – Nachschlag 1: „Ich will wieder an die Nordsee, …“

Sonntagabend, kurz nach acht. Ich stehe auf unserem Balkon, schaue auf die kleine Straße, in der wir wohnen, und habe Fernweh nach Föhr. Quasi Föhrweh. Es ist eine gute Woche her, dass wir aus dem Urlaub zurück sind, aber ich muss gestehen, ich bin noch nicht wieder richtig im Alltag angekommen. Okay, ich trage jetzt wieder jeden Tag lange Hosen, denn würde ich in Berlin kurze Hosen tragen, stünde ich kurz davor, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. (Als nächstes tanze ich dann in Vollmondnächten nackt im Tiergarten und fühle mich eins mit der Natur.)

Aber trotz meiner langen Beinbekleidung wandern meine Gedanken mehrmals am Tag zu unserem Föhrurlaub. Morgens erwarte ich beispielsweise, dass Beach Body in der Küche sitzt und mir erstmal eine Standpauke hält, dass ich gefälligst die Cornflakes im Regal gegen kernige Vollkorn-Haferflocken austauschen solle, von denen ich morgens drei Teelöffel ohne Milch essen dürfte. Danach zwingt er mich zu einem „lockern 20-Kilometer-Trainingsläufchen“. Bisher ist Beach aber noch nicht aufgetaucht. Stattdessen schickt er mir regelmäßig „motivierende“ WhatsApp-Nachrichten. „Mann oder Mäuschen? Beweise dich heute in der 200-Klimmzüge-Challenge!“ Oder „Weißmehl-Produkte am Morgen, bringen Kummer und Sorgen. Weißmehl-Produkte am Abend, das Körperfett wird sich laben.“

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Föhr 2018 – Heimreise: Der Mann vom Strandkorb nebenan. Oder: Die Hölle, das sind die anderen

Heute ist Abreisetag und ich warte beim Bäcker in der Schlange. Plötzlich höre ich, wie jemand unüberhörbar und sehr ausführlich über die Konsistenz des Föhrer Landbrotes – einem der Verkaufsschlager hier im Laden –, über traditionelle Backverfahren sowie über die heutigen Backfabriken doziert. Ich muss mich nicht umdrehen, um zu wissen, dass es Charly ist, der da so laut redet. (Anm. der Redaktion: Alle Namen sind geändert.)

Wir sind Charly das erste Mal vor sechs Tagen begegnet. Oder besser gesagt er begegnete uns. Die Frau und ich saßen im Strandkorb, die Kinder spielten im Wasser, wir genossen die Sonne, dösten ein wenig und lasen so vor uns hin. Bis auf einmal eine laute Männerstimme ertönte. Anscheinend von einem Bekannten des Paares im Strandkorb neben uns. (Genau, da wo anfangs der Beinversehrte residierte.) Sie eine brünette, schlanke Frau von Mitte 40, die einen ganz sympathischen Eindruck machte, er etwas älter, schwarze Haare, nicht mehr ganz rank, eher etwas muffelig und mit der Angewohnheit, laut geschäftliche Telefonate am Strand zu führen. Dazu zwei reizende Töchter im Alter von circa zehn und zwölf, die so wohlerzogen waren, dass zu erwarten ist, dass sie in fünf, sechs Jahren so richtig durchdrehen, mit Drogen und Alkohol experimentieren und sich die Zungen piercen und die Fingerknöchel tätowieren lassen.

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Föhr 2018 – Tag 20: Aus und föhrbei

Es ist halb neun und ich warte schon seit rund 90 Minuten vor dem Bäcker auf meinen Vater. Er scheint nicht zu kommen. Meine Anrufe und SMS-Nachrichten beantwortet er auch nicht. Das ist aber kein Grund zur Sorge, da er sein Handy immer auf lautlos gestellt oder ganz ausgeschaltet hat.

Betrübt betrete ich die Bäckerei, wohlwissend dass es auch heute nichts wird mit dem ersehnten und –wie ich betonen möchte – verdienten kostenlosen Kinderbrötchen. Dass passt irgendwie zu unserem letzten Urlaubstag, der durch Regen, Schwermut und Trübsal gekennzeichnet ist. Heute enden unsere drei Wochen auf Föhr und damit ein großartiger Urlaub. (Lediglich mit leichten Abstrichen wegen der inakzeptablen Gratis-Brötchen-Situation und wegen der künstlichen Camping-Wecken-Verknappung an Sonntagen.) Ab morgen Nachmittag dann wieder Berlin, ab Montag dann wieder arbeiten. Keine schönen Aussichten. Als ich meine Brötchen bezahlt habe und – natürlich ohne Kinderbrötchen – den Laden verlasse, übergibt sich gerade ein kleiner Junge in den Brunnen an der Mittelbrücke. Ich würde das jetzt auch gerne machen.

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