Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
03. Mai 2021, Berlin
Die Woche startet für meine Frau mit einer Fortbildung zum Thema Kommunikation und Kooperation. Vier Tage, immer von 9 bis 17 Uhr, per Zoom. Entsprechend mäßig gelaunt ist sie.
Zu Beginn müssen sich die Teilnehmenden mit einem kurzen Statement vorstellen. Anschließend bekommen sie vom Seminarleiter Rückmeldung, wo ihre kommunikativen Stärken liegen und wo es noch Reserven gibt. („Wo es noch Reserven gibt“, ist wahrscheinlich ein kuschelpädagogischer Euphemismus für „Darin bist du richtig scheiße.“)
Als positiv denkender Mensch erkläre ich meiner Frau abends, so eine Video-Fortbildung habe auch ihr Gutes. Wenigstens musste sie sich in der Begrüßungsrunde kein Wollknäul zuwerfen. So wie ich im Studium in dem ein oder anderen Pädagogik-Seminar. (Einer der Gründe, warum ich nach einem Semester beschloss, doch lieber eine andere Studienrichtung einzuschlagen.)
Meine Frau scheint dieses Argument nur bedingt zu überzeugen. So genervt, wie sie schaut, sollte ich morgen beim Einkaufen Schokolade besorgen. Viel Schokolade. Oder Schnaps.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)







