Die DSGVO, so beliebt wie die die Schreibweise Sylvester für Silvester. Auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.
Zum Jahreswechsel 2019/20 gibt es eine Auswahl der besten Familien-Tweets aus 2019. Auch dabei ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß mit Teil 2 von 4! (Hier finden Sie Teil 1, Teil 3 und Teil 4)
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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Die DSGVO, so beliebt wie Böllern an Silvester. Auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.
Zum Jahreswechsel 2019/20 gibt es eine Auswahl der besten Familien-Tweets aus 2019. Auch dabei ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß mit Teil 1 von 4! Hier finden Sie Teil 2, Teil 3 und Teil 4)
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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
01. Der Sohn wird 13. Er möchte eine 3-fach-geschichtete Kokostorte mit einer Himbeer-Swiss-Merengue-Buttercreme und einer Ganache aus weißer Schokolade. Warum kann er sich nicht ein neues Handy wünschen wie jeder normal entwickelte Teenager?
17. Meine Frau wird operiert und bekommt die neue Herzklappe. Alles läuft super und sie erholt sich schnell. Toll! Ich nehme innerhalb von sechs Tagen mein Lebendgewicht in Form von belegten Brötchen, Sandwiches, Schoko-Riegeln und Automaten-Käsekuchen zu mir. Auch toll!
21. Nach fast einer Woche komme ich wieder nach Hause. Die Kinder waren alleine Zuhause und haben sich besser als die angeheirateten Hasen benommen und die Wohnung nicht in ein „Fear and Loathing in Las Vegas“-Setting verwandelt. Toll!
Oktober
02. Mein Handy fällt runter und das Display zersplittert. Das schwächt meine Position in künftigen Vater-Kinder-Diskussion über den sorgsamen Umgang mit teuren Smartphones erheblich. Doof! Die Display-Reparatur kostet mehr als das Handy noch wert ist. Noch doofer! Ich kaufe ein neues Handy und muss mich bei der Einrichtung an Benutzernamen und Passwörter erinnern von einer Trillionen Apps erinnern. Am doofsten!
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22. Bringe die Frau zur Reha in eine Kurklinik an der Ostsee. Die anderen Patienten bestehen zu 95 Prozent aus alten, dicken Herzinfarkt-Männern. Die Gefahr eines Kurschattens dürfte minimal sein. Toll!
25. Die Erstauflage von „Hilfe, ich werde Papa“ ist ausverkauft und es gibt einen Nachdruck. Ein Buch, das sich gut verkauft. Welch ungewohntes Gefühl für mich. Toll!
November
01. Die Tochter wird überraschenderweise 16. Da die Frau noch in der Reha ist und ich mit dem Sohn unterwegs auf einem Judoturnier bin, feiert sie eine Sturmfrei-Fete. Sie erfüllt die Vorgabe „Die Wohnung muss danach genauso wie vorher aussehen“ tadellos. Toll!
Unter ihren Freundinnen genießen wir jetzt wegen unserer Erlaubnis zu der Fete Legenden-Status. Noch toller!
Nun wollen immer alle zum Vorglühen zu uns kommen. Semi-toll!
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02./03. Der Sohn belegt gemeinsam mit seinem Team sensationellerweise den zweiten Platz bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in der Altersklasse U14. Ganz stark!
Fast so stark wie meine legendäre Westerwaldkreismeisterschaft von 1985 in der Klasse bis 32 Kilo, als ich den Turniersieg errang, weil mein einziger Gegner im Finalkampf über seine eigenen Füße fiel. Weil ich danach – auf dem Höhepunkt meines Erfolges – meine Judo-Karriere beendete, weise ich bis heute eine makellose Erfolgsbilanz auf. Saustark!
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09. Ich lasse mir am Berliner Hauptbahnhof beim Einsteigen in den Bus das neue Handy aus der Jackentasche klauen. Wie so ein naiver Touri. Doof! Um Geld zu sparen, kaufe ich mir ein Ausstellungs-Handy, dessen Touch-Responsivität sehr zu wünschen übrig lässt. Noch Doofer! Bei der Einrichtung muss ich mich bei einer Trillionen Apps an Benutzernamen und Passwörter erinnern. Am Doofsten!
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01. Die Adventszeit beginnt offiziell. Die Frau erlaubt mir, dass ich ab jetzt meine mehr als zwölfstündige Weihnachtslieder-Playlist spielen darf. Toll!
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22. Überreiche dem DHL-Boten, der in den letzten Wochen täglich unsere bestellten Weihnachtsgeschenke angeliefert hat, eine Tüte Kekse und ein kleines Trinkgeld. Er ist sichtlich gerührt.
(Ich zum DHL-Boten): „Ach, wir können uns doch duzen. So viel älter bin ich ja nicht.“ (DHL-Bote zu mir): „Ich bin 24.“ *Christian weint* *Der DHL-Bote auch*
Doof!
24.-26. Weihnachten im Kreise der Familie. Es wird gegessen, gelacht, gegessen, Geschenke verschenkt, gegessen, getrunken, gelacht, gegessen. Und gegessen. Toll!
28. Die Waage ist immer noch kaputt und zeigt wieder 8 Kilo zu viel an. Doof! Ich schmeiße sie weg. Toll!
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Ich danke allen Leserinnen und Lesern, dass Sie mir weiterhin treu geblieben sind, und wünsche alles Gute und vor allem Gesundheit für das nächste Jahr. Erwarten Sie nicht zu viel von mir für 2020, dann werden Sie auch nicht enttäuscht! Gehaben Sie sich wohl!
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
07. Gemeinsam mit dem Sohn gehe ich auf ein Konzert des deutsch-russischen Rappers Capital Bra. Sie kennen den Typ wahrscheinlich nicht, aber er hat mehr Nr.-1-Hits als die Beatles. Stark! Seine aktuelle Single: Eine Cover-Version von „Cherry Lady“. Schlimm! Das Konzert dauert nur 65 Minuten. Toll! Es wird nur eine Zugabe gespielt. Noch toller!
16. Die Tochter besteht ihren MSA. In Englisch macht sie gemeinsam mit ihrer Freundin die beste mündliche Prüfung der ganzen Jahrgangsstufe und bekommt 15 Punkte. Toll! Endlich zahlt sich das Netflix-Abo und ihr Binge-Watching englischsprachiger Serien im Original aus. Stark!
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27. Meine Frau erfährt bei ihrem alljährlichen Herz-Routine-Check, dass sie operiert werden und eine neue Herzklappe bekommen muss. Saudoof!
30. Vatertag. Endlich sind die Kinder so groß, dass sie mir nichts Selbstgebasteltes mehr schenken. Toll! Letztes Jahr war es noch ein hastig aus Post-Ist zusammengeklebtes Gutscheinheft für „1× Spülmaschine ausräumen“, „1x Müll runter bringen“ und „1x Frühstück machen“. Dieses Jahr gab es gar nichts. Doof! (Vielleicht löse ich mal den Müll-Runterbring-Gutschein ein.)
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15. Fahre zum 25-jährigen Abi in den Westerwald. Es kommen lauter alte Menschen, die vorgeben, mit mir zur Schule gegangen zu sein. Verrückt! Trotzdem ein sehr lustiger Abend.
19. Zeugnistag. Die Kinder haben ganz passable Noten, aber eigentlich ist das egal. Denn es gilt wie jedes Jahr: „Es ist nur ein Stück Papier mit Zahlen. (Unter Umständen vielen hohen Zahlen.)“
Juli
03. Lesung im Stokke Sommer House im Prenzlauer Berg. Es kommen ungefähr 16 Zuhörerinnen und Zuhörer. Das sind 0,00044 Prozent aller Berliner. Oder 0,023 Wermsdorfer. Stark!
13. Unser Urlaub auf Kreta beginnt. Endlich! Nach zwei Tagen stelle ich fest, dass ich dieses Jahr keinen Bock auf Urlaubsblog habe. Doof!
27. Der Urlaub geht zu Ende. Wir haben viel gelacht, gebadet, gespielt, gegessen, gelesen, gechillt und uns prächtig erholt. Toll! Irgendwann habe ich angefangen, doch Tagebuch-Notizen zu machen. Stark! Ich werde nie dazu kommen, sie auszuformulieren. Doof!
29. Geburtstag. Meinem Ausweis entnehme ich, dass ich heute 44 werde. Nun bin ich nicht mehr Anfang/Mitte 40, sondern nur noch Mitte 40. Doof! Das Haar wird unleugbar auch immer grauer. Wenigstens habe ich noch Haare auf dem Kopf. Zumindest an den allermeisten Stellen. Spitze!
August
04. Die Sommerferien sind zu Ende. Keines der Kinder hat sich, seit wir von Kreta zurück sind, wund gelegen. Toll!
13. Die Tochter geht jetzt in die Oberstufe und macht in zwei Jahren Abitur. (Hoffentlich!) Elternabende gibt es trotzdem noch. Doof! Die Qualität der Fragen ist auch nicht besser als in der Mittelstufe. („36 Wochenstunden sind aber ganz schön viel. Muss das sein?“) Noch doofer! Am Ende des Elternabends gibt es acht Freiwillige für das Amt des Elternvertreters bzw. der Elternvertreterin. Toll!
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18. Die Familienbetrieb-Twitter-Seite hat jetzt auch 20.000 Mitleserinnen und Mitleser. Toll!
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25. Spotify shuffelt mir Lieder von „Simon + Jan“ in die Playliste. Meine liebste Textzeile:
„Das Leben ist ein Ponyhof, doch leider find‘ ich Ponys doof.“
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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Mein ganz persönlicher Rückblick auf das Jahr 2019 – eine Mischung aus „Album 2019 – Bilder eines Jahres“, „Menschen, Tiere, Sensationen“ und „Upps! Die Pannenshow“. Viel Spaß beim Lesen!
Januar
02. Die Waage im Bad ist kaputt und zeigt 8 Kilo zu viel an. Doof!
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12. Wohnzimmer-Lesung in Wermsdorf (Sachsen). Super nette Atmosphäre. Ich lese aus der Judith und dem Flaschenvater. Es kommen ungefähr 25 Gäste, also knapp 0,5 Prozent der Wermsdorfer Bevölkerung. In Berlin wäre ich damit vor 17.000 Menschen in der Mercedes-Benz-Arena aufgetreten. Stark!
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18. Nächste Wohnzimmer-Lesung. Karlsruhe. Toller Abend mit sehr netten Leuten. Bin um kurz nach 3 Uhr im Hotel. Stark! Die Kopfschmerzen nach dem Aufwachen auch.
29. Die Frau und ich sind seit 22 Jahren zusammen. Unser halbes Leben. Wir weinen vor Freude. Toll!
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Die DSGVO, so beliebt wie Schlips, Oberhemd und Socken unterm Weihnachtsbaum. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.
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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.
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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Am Nachmittag muss meine Frau zum Ultraschall. Gemeinsam gehe ich mit ihr über den Gang zum Untersuchungszimmer. Dort, wo Ernie und Bert an der Wand hängen und wo am Montag mehrere Ärztinnen versucht hatten, bei meiner Frau Blut abzunehmen. Ist das erst fünf Tage her?
Ein Arzt erwartet uns bereits. Anscheinend hat der 20-Meter-Weg von ihrem Zimmer bis in den Untersuchungsraum doch ein wenig länger gedauert. Ernie und Bert begrüßen uns freudestrahlend von der Wand und der Arzt beginnt mit der Prozedur. Gekonnt fährt er mit seiner rechten Hand den Ultraschallkopf über den Brustkorb meiner Frau, während er mit der linken Hand einen kleinen Ball auf dem Ultraschall-Gerät bewegt und irgendwelche Linien auf dem Bildschirm nachzeichnet. Ich bin voller Bewunderung. Als ich mal versucht habe mit links die Maus zu bewegen, schoss der Cursor über den Monitor wie ein Chinchilla auf Koks.
Der Herzschlag meiner Frau klingt heute ganz anders als noch Anfang der Woche. Da war es durch die durchlässige Herzklappe so eine Art Rauschen, jetzt hört es sich durch die mechanische Herzklappe wie das Tock eines sehr langsamen Metronoms an. Hätte sie eine Schweine-Klappe bekommen, würden wir jetzt vielleicht ein Grunzen hören. Der Arzt ist mit dem Herzschlag sehr zufrieden und daher behalte ich meine Grunz-Vermutung, lieber für mich.
Nach der Ultraschall-Untersuchung hole ich für meine Frau aus dem Essenswagen in der Patientenküche das Abendbrot. Sie wundert sich ein wenig, dass sie schon wieder ganz viel Blutwurstaufschnitt auf dem Teller hat. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich das vorgestern bei der Essensliste angekreuzt habe, gebe mich aber ahnungslos. Meine Frau isst eine ganze Scheibe Brot mit Butter, ich erbarme mich der Blutwurst.
Kurz nach 20 Uhr verlasse ich das Krankenhaus und gehe in mein 80er-Jahre-Zeitreise-Hotel. Dort erwarten mich zu meiner Enttäuschung nicht Thekla-Carola-Wied und Peter Weck an der Rezeption und zu meiner noch größeren Enttäuschung auch nicht das Meerschweinchen Bommel. (Die Älteren erinnern sich.)
Dafür steht an der Hotelbar neben dem Empfang eine Gruppe von Versicherungsvertretern. Zumindest vermute ich das. Heute Morgen hatte ich gesehen, dass einer der Seminarräume des Hotels für ein Versicherungsunternehmen reserviert war, und die Männer reden alle etwas zu laut, lachen etwas zu dröhnend und sind etwas zu jovial, so dass die Schlussfolgerung Vertreter nahe liegt.
Einer der Männer wittert bei mir eine veritable Versicherungslücke, die er
zu schließen gedenkt. Mit Provisions-Eurozeichen in den Augen fragt er mich, ob
ich nicht einen mittrinken möchte. („Die Firma zahlt! HAHAHAHA!“). Auf der
Liste meiner liebsten Abendbeschäftigungen steht „an der Hotelbar mit
Versicherungsvertretern trinken“ zwischen „Zahnwurzelbehandlung“ und „sich
einen stumpfen Löffel in den Oberschenkel bohren“. Mit der gebotenen
Höflichkeit lehne ich ab und murmle etwas von einem langen Tag und dass ich
früh ins Bett ginge.
Auf meinem Zimmer telefoniere ich mit den Kindern. Sie hätten heute früh
verschlafen, erzählt der Sohn. Obwohl sie erst kurz nach sieben aufgewacht
seien, also knapp fünf Minuten bevor sie normalerweise das Haus verlassen,
hätten sie es aber noch pünktlich zur Schule geschafft, erklärt er mit
unüberhörbarem Stolz in der Stimme. Vermutlich ging das nur durch Verzicht auf
die Körper- und Zahnhygiene, aber so lange die beiden nicht im Schlafanzug in
der Schule erschienen sind, soll mir das egal sein.
Die Tochter berichtet, sie hätten Pizza zum Abendessen gehabt. Aber keine Tiefkühl-Pizza oder vom Lieferdienst, sondern selbst gemacht. Mit eigenem Hefe-Teig, eigener Tomatensauce und allem, was dazu gehört. Ich freue mich, wie selbstständig die beiden sind, die Bilder, wie die Küche jetzt wohl aussieht, verdränge ich.
Anschließend rufe ich bei meiner Schwiegermutter und meinen Eltern an und
erstatte in der Geschwister-WhatsApp-Gruppe Bericht. Diese ganze Informiererei
ist auf Dauer ziemlich anstrengend. Vielleicht sollte ich einen YouTube-Kanal
einrichten, auf dem ich jeden Abend das neueste ärztliche Bulletin vortrage.
Oder rappe, um auch die junge Zielgruppe abzuholen. „Dr. C. is in da house!“
Das fetzt bestimmt total! (Und schon ist die junge Zielgruppe wieder weg.)
Kurze Zeit später gehe ich ins Bett und schlafe ziemlich schnell ein. Im Traum sitze ich im Aufenthaltsraum der Intensivstation, der voll mit Stars und Sternchen ist. Barbara Schöneberger erzählt von ihrem Stalker, Cathy Hummels beklagt sich über ihr Leben („Was für 1 Life!“) und Florian Silbereisen versucht, mit ihnen zu flirten, aber sie schütteln beide den Kopf. Eine fremde Frau fragt mich, ob ich ein Autogramm möchte. Es ist Evelyn Budecki. Ich lehne ab und esse eine Scheibe Blutwurst.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Als ich ins Zimmer meiner Frau zurückkomme, ist ihr Umzug auf die Normalstation im vollen Gange. Ein Arzt und eine Krankenschwester holen sie ab. Unterwegs blättert der Arzt in der Patientinnenakte und erkundigt sich nach dem Doktortitel meiner Frau.
In den letzten Tagen war mir bereits aufgefallen, dass sich die Ärztinnen und Ärzte dafür sehr und mit sichtbarer Nervosität interessieren. Sie reagieren dann immer erleichtert, wenn sie erfahren, dass meine Frau promovierte Historikerin und keine Medizinerin ist, die alles besser weiß und sich an keine ärztliche Anordnung hält.
Meine Frau liegt nun wieder auf der Kinderstation, auf der sie die erste Nacht verbracht hat. Es ist nicht einmal vier Tage her, dass sie die Station verlassen hatte und in den OP gebracht wurde. Mir kommt es vor wie eine Ewigkeit. Die Zimmernachbarin meiner Frau ist ein Mädchen von 15 oder 16 Jahren. Damit ist sie jung genug, dass ihre Mutter mit in dem Zimmer übernachten darf. Diese ist gerade dabei, ihr Klappbett in einer Ecke zu verstauen. Die Mutter und das Mädchen begrüßen uns kurz.
Dem Mädchen scheint es, abgesehen von ihrem wie auch immer gearteten
Herzfehler, recht gut zu gehen. Sie sitzt auf ihrem Bett und wie bei einem ganz
normalen Teenager ist ihre Hand eine symbiotische Verbindung mit ihrem Handy
eingegangen. Ihr Blick ist starr auf das Display gerichtet.
Ich mache erstmal den Zivi-Butler und räume den Schrank meiner Frau ein.
Außerdem lege ich Handy und Tablet auf dem Nachtschrank bereit, damit sie
wieder Zugang zur Außenwelt hat. Die dazugehörigen Ladegeräte stöpsle ich in
die Steckdosen über dem Kopfende des Bettes ein. (Spoiler: Dort werden wir sie
in einer Woche vergessen, wenn ich meine Frau abhole.)
Vom Stationswechsel erschöpft, schläft meine Frau erst einmal eine Runde.
Ich hole mir in der Zwischenzeit im Kiosk etwas zu Essen. Schließlich ist das
Frühstück erst vier Stunden her und ich möchte meinen Magen nicht vom
Völlegefühl entwöhnen.
Heute setze ich mich nicht zum Mittagessen in den Lichthof, sondern schlendere durch die Gänge des Krankenhauses. Zu einem gesunden Lebensstil gehört ja nicht nur eine ausgewogene Ernährung, sondern auch ausreichend Bewegung. Dementsprechend sollte ich in der Mittagspause einen Ultra-Marathon laufen.
Neben der Bibliothek gerate ich in einen Stehempfang der Zahnärztekammer Niedersachsen. Die sponsert das 17. Herbstsymposium für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie zu dem spannenden Thema „Das dentoalveoläre Trauma – eine interdisziplinäre Herausforderung“. Wie es sich für ein ordentliches Symposium gehört, gibt es ein Buffet mit Fingerfood, Kuchen, Kaffee und kalten Getränken. Auch alkoholischen. Möglicherweise sind die Organisatoren von der Attraktivität ihres eigenen Angebots nicht ganz überzeugt und wollen durch billigen und schlecht temperierten Rot- und Weißwein den Unterhaltungsfaktor der nachmittäglichen Vorträge steigern.
In den letzten Tagen habe ich in der Klinik unzählige Ankündigungen für solche Symposien und Veranstaltungen gesehen. „Praxis neu denken – Inspiration für Leitungskräfte in Gesundheitseinrichtungen“, „Gewichtsreduktion durch Hypnose“, „Infektiologisches Quiz“ oder „Irre war gestern – Pflegetag des Zentrums für seelische Gesundheit“, um nur einige zu nennen. Und immer schön mit Häppchen und Getränken. Da hätte ich mich die ganze Woche durchfuttern und eine Menge Geld sparen können. Alles was es gebraucht hätte, wären ein wenig Chuzpe, ein schlecht sitzender Anzug und ein paar auf Wikipedia angelesene Fachvokabeln für den Small Talk. Warum kommen einem die besten Ideen immer erst im Nachhinein?
Als ich aus der Mittagspause zurückkomme, ist meine Frau wach. Sie muss auf Toilette. Für Sie ist das ein – hoffentlich – ganz normaler Vorgang, für meine Frau aber etwas Besonderes. Ihren Katheter ist sie seit zwei Tagen los, aber auf der Intensivstation musste sie immer die würdelose und koordinativ gar nicht so einfache Bettpfannen-Prozedur auf sich nehmen, wenn sie musste.
Nun kann sie selbst auf Toilette gehen. Das erste Mal seit der OP. Vor drei Tagen war ihr Herz noch für mehrere Stunden abgeknipst und sie hing an der Herz-Lungen-Maschine und jetzt läuft sie schon wieder. Also, sie springt nicht gerade wie ein junges Reh durch das Zimmer, aber ich muss sie mir auch nicht über die Schulter werfen und zum Badezimmer tragen. (Das würden die Ärzte bestimmt auch nicht so gerne sehen. Von wegen frischer OP-Narbe, zu schonendem Brustkorb und so.)
Meine Frau ist noch ein wenig wackelig auf den Beinen. Ich gehe neben ihr, hake sie leicht unter und schiebe ihren Infusionsständer. Am Badezimmer angekommen, beschließe wir, dass sie alleine aufs Klo geht. Schließlich wollen wir uns den Zauber und die Erotik unserer Ehe noch ein wenig bewahren.
Ich warte aber vor der Tür, falls etwas passieren sollte. Vielleicht sollte ich mal klopfen, damit sie sich ein wenig heimisch fühlt. Wenn bei uns Zuhause die Oberschenkel die Klobrille nur für den Bruchteil einer Sekunde berühren, bollert sofort eines der Kinder gegen die Tür und gebietet Einlass, weil es super, super dringend muss. So will es das Gesetz!
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Die DSGVO, so beliebt wie die Bon-Pflicht im deutschen Einzelhandel. Auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.
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