Die traumatische Turngala

Es ist Sonntagmorgen. Freue mich auf einen faulen Tag auf dem Sofa, den ich größtenteils mit Lesen und Fernsehen zu verbringen gedenke. Die Freundin hat allerdings andere Vorstellungen bezüglich eines adäquaten sonntäglichen Zeitvertreibs für einen Vater. Sie verkündet, wir hätten drei Karten für eine Turngala. Eigentlich wollte ihre Mutter, diese mit den Kindern besuchen, aber da sie leider kurzfristig verhindert sei, dürfte ich mit den Kindern dort hingehen.

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Verziehe das Gesicht. Obwohl ich im Allgemeinen ein großer Sport-Freund bin – zumindest so lange er im Fernsehen übertragen wird und ich ihn nicht ausüben muss –, bin ich an Kunstturnen nur mäßig interessiert. Ich schaue mir allenfalls alle vier Jahre bei Olympischen Spielen die Turnwettbewerbe an. Sofern nicht parallel Tontaubenschießen, Synchronschwimmen oder Dressur-Reiten läuft.

Möchte die Freundin gerade fragen, warum sie denn nicht die Kinder begleitet, als Tochter und Sohn in Jubel ausbrechen. Es sei total toll, mal etwas mit mir zu unternehmen. Schaue die Freundin misstrauisch an. Ob sie die Kinder mit Süßigkeiten bestochen hat, damit sie diese Sätze sagen? Man darf sie einfach nicht unterschätzen!

Die sorgfältig von der Freundin orchestrierte Gruppen-Dynamik lässt mir keine Zeit, eine einigermaßen plausible Erklärung vorzubringen, warum ich heute unter keinen Umständen die Wohnung verlassen darf. Verdammt! Füge mich also meinem Schicksal, verabschiede mich schweren Herzens vom Sofa und mache mich mit den enthusiastischen Kindern auf den Weg.

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Das Bloggen der Anderen (27)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Als Eltern möchte man ungern mit dem unschönen Label „Helikopter-Eltern“ belegt werden. Eine hilfreiche Checkliste gibt es bei Mara auf „Das zweite Kind sind Zwillinge“, mittels derer man erheben kann, ob man zu dieser ungeliebten Spezies zu zählen ist.

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Das Familienbett. Oder: Wie man sich bettet, so schläft man

Vor gut einer guten Woche kam es in der Mütter-Blogger-Szene zu einem kurzen, aber heftigen so genannten ‚Mommy War‘, der sich um das Thema ‚Familienbett‘ drehte. Dabei wurde leidenschaftlich und unerbittlich darüber gestritten, ob Eltern und Kinder gemeinsam in einem Bett schlafen sollen oder nicht. Dabei lassen sich grob die folgenden zwei Lager skizzieren:

  • Die Gegner vertreten die Ansicht, dass nur Eltern das Familienbett befürworteten, die nicht in der Lage seien, ihren Kindern Grenzen zu setzen. Außerdem sei die Libido der Familienbetten-Fans so ausgetrocknet wie die Wüste Gobi in der Dürrezeit, so dass es ohnehin zu keinen sexuellen Aktivitäten mehr komme, bei denen Kinder im Bett stören könnten.
  • Die Anhänger sind wiederum der Meinung, dass nur emotional vollkommen degenerierten Eltern das Familienbett ablehnten, die so notorisch notgeil seien, dass sie es permanent wie die Karnickel trieben, während sich der Nachwuchs einsam und von Verlustängsten gepeinigt im Kinderzimmer in den Schlaf weint.

 Zugegebenermaßen ist diese Zusammenfassung möglicherweise etwas sehr zugespitzt und pointiert, aber es klingt schön polemisch und gibt mir darüber hinaus die Gelegenheit bereits im ersten Abschnitt mehrfach das Thema Sex anzusprechen (man muss ja auch mal ans Suchmaschinen-Marketing denken).

Partnerschaftliche Zweisamkeit im Bett. Bei Eltern unbekannt.

Partnerschaftliche Zweisamkeit im Bett. Bei Eltern unbekannt.

Nun sehe ich mich selbst nicht in der Lage, einen substanziellen Beitrag zur Diskussion über die Vor- und Nachteile des Familienbetts beizusteuern. Ich bin für ein tolerantes Elternmiteinander, so dass alle mit ihren Erziehungsansätzen glücklich werden: ‚Leben und leben lassen.“ Oder thematisch angepasst: ‚Schlafen und schlafen lassen.“

Allerdings hat mich der Familienbett-Streit inspiriert, einmal über die Schlafsituation im Familienbetrieb zu sinnieren.

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Familien-Tweets der Woche (32)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!

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Das Bloggen der Anderen (26)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Liz von ‚Kiddo. The Kid“ hat wohl den Traum aller Eltern gelebt und einem sich einmischenden und ihre Einkäufe abschätzig kommentierenden Vater das gesagt, was jeder und jede in vergleichbaren Situationen schon mal gerne sagen wollte: „Aber eigentlich geht dich das einen Scheißdreck an!“ So schön!

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Familien-Tweets der Woche (31)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!

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Ein Hoch dem Käsekuchen – vielen Dank, Andrea Harmonika!

Ich wusste schon immer, dass der Familienbetrieb die besten Leserinnen und Leser der Welt hat. Und bevor andere Bloggerinnen und Blogger jetzt aufschreien: Auch Sie haben selbstverständlich die besten Leserinnen und Leser der Welt. Das ist genau wie bei Eltern, die alle die allertollsten Kinder haben. Das hat etwas mit der Heisenbergschen Unschärferelation, der Luhmannschen Beobachterperspektive und mit Hormonen zu tun. Oder mit dem Wetter!?!

Allerdings kann ich die Großartigkeit der Leserinnen- und Leserschaft des Familienbetriebs nun auch an harten Fakten messen. Ich habe nämlich ein Geschenk bekommen, ein auch noch ganz toll eingepacktes Geschenk. Und zwar von der einzigartigen, phantastischen und unvergleichlichen Andrea Harmonika. Meine fragilen Diät-Bemühungen aufs Gröbste torpedierend hat sie mir ein Käsekuchen-Backbuch geschenkt.

Ein Geschenk. Von Andrea. Für mich. Bin gerührt.

Ein Geschenk. Von Andrea. Für mich. Bin gerührt.

Das Buch ist absolut großartig. Nun kann ich ganz viel Käsekuchen backen und ihn an Freunde, Verwandte, Kollegen und Wildfremde verschenken. Dann werde ich der beliebteste Mensch der Welt (und wahrscheinlich auch der dickste Mensch der Welt) und gründe eine Glaubens- und Genussgemeinschaft, die einzig und allein auf dem Verzehr von Käsekuchen basiert. Das Gute daran: Käsekuchen kann man an kein Kreuz und auch nirgendwo sonst ran nageln.

Vielen Dank, liebe Andrea!!! *knutsch*

Das Bloggen der Anderen (25)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Viele Menschen denken nach den schlemmenden Feiertagen über Diäten nach (Nein, ich habe Sie nicht fett genannt!). Service-orientiert erfreut Paula daher die Leserinnen und Leser von ‚bleibCOOLmami‘ mit einem 10-Schritte-Abnehmprogramm. Gut, man braucht dazu Kinder im Alter von circa drei Jahren und falls diese noch nicht vorhanden sind, könnte sich der Start der Diät etwas verzögern. Das Praktische an diesem Szenario: Beim Sex werden durchschnittlich 200 – 250 Kalorien verbrannt (Bei außergewöhnlichem Sex könnte der Verbrauch noch höher liegen).

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Die fetten Jahre sind vorbei. Vielleicht.

Es ist der erste Samstag des neuen Jahres. Stehe morgens nach dem Aufstehen im Bad und schaue in den Spiegel. Ein pausbäckiger Enddreißiger grinst mich freundlich an. Allerdings entgleitet ihm das Lächeln und wird durch einen Ausdruck des Entsetzens ersetzt, als er an sich runterschaut und ein unübersehbares Feiertagsbäuchlein entdeckt – und die Verniedlichungsform dient hier eher der Wahrung der eigenen Selbstachtung als der adäquaten Beschreibung der körperlichen Konstitution.

Auch durch Baucheinziehen und ausdauerndes Luftanhalten, das eines professionellen Apnoe-Tauchers würdig wäre, weigert sich der Bauch zu verschwinden. Er will einfach nicht weggehen, sondern bleibt da. Wie phlegmatische Verwandte, die sich selbst zum Kaffeetrinken eingeladen haben.

Dicker Buddha. Unerklärlich ausgelassen.

Dicker Buddha. Unerklärlich ausgelassen.

Anscheinend hat die stark kohlehydrat- und fetthaltige und sich nicht am Hunger- sondern Lustgefühl orientierende Ernährung im Dezember und insbesondere über die Feiertage zur Bildung von ein paar Fettpölsterchen geführt. Die obligatorischen neujährlichen guten Vorsätze lassen sich somit nicht länger aufschieben. Da laut Volksmund Leid durch teilen halbiert werden kann, möchte ich die Familie in Sippenhaft nehmen.

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