Es ist 7.11 Uhr und ich ziehe mir im Wohnzimmer gerade die Laufschuhe an. In der Küchenzeile der Ferienwohnung erscheint der Innere Schweinehund. Während er einen Kaffee zubereitet, fragt er, ob ich nicht endlich mal mit diesem Laufunsinn aufhören möchte. Ich solle mich doch lieber schonen, damit ich später genügend Kraft habe, um mein Nutella-Brot zum Mund zu führen.
„Was muss, das muss“, erwidere ich.
„Unsinn“, ruft der Innere Schweinehund. „Man muss gar nichts, außer irgendwann den Löffel abgeben. Und wenn du dann vor der Himmelspforte stehst, wird dir Petrus bestimmt nicht auf die Schulter klopfen, weil du so fleißig durch die sardischen Hügel gerannt bist.“
„Er wird aber auch nicht erfreut sein, wenn ich vom vielen Nutellabrot-Essen so fett bin, dass ich gar nicht durch die Himmelspforte passe“, entgegne ich besserwisserisch.
Der Innere Schweinehund drückt die Fingerspitzen seiner rechten Hand zusammen, bewegt sie energisch auf und ab und ruft „Grande cretino!“. Danach verschwindet er grußlos.


