Familien-Tweets der Woche (424)

Die DSGVO, so beliebt wie Rosinen, Rosenkohl und Kapern. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Cassis 2022 – Tag 13 (21.07.): The boat that rocked

Der alljährliche Urlaubsblog. Nicht live, aber dafür in Farbe und HD. Falls Sie, aus welchen Gründen auch immer, alle Beiträge des Cassis-Blogs lesen möchten, werden Sie hier fündig.


„Fuck, fuck, fuck! Warum ist das hier so steil und rutschig? Fuck, fuck, fuck!“ Eine Frage, die ich mir bei meinem morgendlichen Lauf stelle und nicht beantworten kann. Dazu fehlt mir das geographische und geologische Wissen über die Entstehung und Entwicklung der südfranzösischen Topographie.

Ohnehin müsste die Frage eher lauten: „Fuck, fuck, fuck! Warum bin ich so bescheuert, hier zu laufen, wo es so steil und rutschig ist? Fuck, fuck, fuck!“ Wobei ich auch dies nicht beantworten kann, weil mir dazu das psychoanalytische und entwicklungspsychologische Wissen fehlt.

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Cassis 2022 – Tag 13 (21.07.): The boat that rocked (Teil 2)

Teil 1


Es kamen weitere Wellen – ich verbitte mir, in diesem Zusammenhang von Wellchen zu sprechen – und das Boot schwankte weiter. Dabei dachte ich daran, wo meine Bootaversion herkommt. Mit ungefähr zehn machte ich mit meinem Vater, meinem Bruder, einem befreundeten Vater und seinen beiden Töchtern eine Kanutour. Gegen Ende des Ausflugs versuchten wir, vom Altrhein in den Rhein zu fahren. Der Rhein hatte dagegen etwas einzuwenden und wir kenterten. Das hört sich etwas dramatischer an, als es war. Aber ich bin dabei mit dem Kopf unter Wasser gekommen und aufmerksamen Leser*innen ist meine ablehnende Haltung zu den Themen Wasser, Kopf und unter hinlänglich bekannt. Da war schon klar, das zwischen mir und Booten keine große Freundschaft entstehen würde.

In der 8. Klasse war ich dann auf Klassenfahrt auf Norderney. Da wollten damals einen Tagesausflug nach Helgoland machen. Das führte zu meinem nächsten Erlebnis, das mein distanziertes Verhältnis zu Bootsaufenthalten verstärkte.

Helgoland soll sehr schön sein. Ich weiß das aber nur aus Erzählungen, denn wir sind dort nie angekommen. Möglicherweise denken Sie jetzt: „OMG, die Fähre ist gekentert. Wieviel Pech kann ein Mensch haben, dass ihm so etwas zweimal passiert? Trotzdem eine geile Geschichte, also erzähl gefälligst weiter!“

Da muss ich sie leider enttäuschen. Das Boot ging nicht unter, sondern der Wellengang war so stark, dass wir nach einer knappen Stunde umdrehten. Außer unserer Klasse war unter anderem eine Gruppe von Seniorinnen an Bord. Die kotzten so viel, dass der Kapitän Angst um ihre Gesundheit hatte und die Fahrt abbrach.

Nachdem wir den Hafen wieder erreichten und die Fähre verlassen konnten, knieten mein Freund Patrick und ich uns auf den Boden und küssten diesen. Als Achtklässler bist du dir für große Gesten ja nicht zu schade.  man ja den Hang zu großen Gesten. Und was dem damaligen Papst recht war, sollte uns nur billig sein.

Heute ist der Seegang nicht so stark, dass sich die mitfahrenden Senioren übergeben müssen. Das Meer ist aber auch nicht vollkommen ruhig. Zumindest in meiner Wahrnehmung. Da gibt es schon immer wieder Wellen. Zwar eher kleine Wellen, aber immerhin stark genug, um das Boot von vorne nach hinten und von links nach rechts zum Schwanken zu bringen.

Ich mache mir deshalb folgende Gedanken:

  1. Sind wir nahe genug am Ufer, dass ich dort hinschwimmen könnte, falls das Boot kentert?
  2. Wäre ich dort in der Lage, an Land zu klettern, oder gibt es da nur extrem steile Böschungen, die ich nicht hochkomme, so dass das Ufer für mich nicht das rettende, sondern das tödliche ist?
  3. Könnte ich eine Nacht oder mehrere Tage am Ufer und auf den Klippen überleben?
  4. Gibt es unter den Passagieren jemanden, der aussieht als sei er auf einer einsamen Insel noch nutzloser als ich, so dass er vor mir von den anderen aufgegessen wird?

Während ich quasi eine Nahtoderfahrung habe, fahren wir an einer wunderschönen, malerischen Kulisse vorbei. Mit vielen Klippen, aber auch viel Grün und einigen Bäumen, mit blauem Himmel und blauem Wasser. Das Einzige, was die Idylle stört, sind die ständigen Wellen. (HERRGOTT NOCHMAL, DAS SIND KEINE WELLCHEN!!!)

Der Wind und das Wasser haben in tausenden von Jahren die Felsen zu bizarren Skulpturen verformt. Ab und an gibt es kleine Felsvorsprünge und Höhlen. Sieht ein bisschen aus wie die Szenerie eines Fünf-Freunde-Films und ich erwarte jeden Moment, dass irgendwo Timmy auftaucht. (Oder hieß der Tommy? Egal, Hauptsache nicht Jonas, Peter oder Bob.)

In den Buchten ist das Wasser so klar, dass du bis auf den Boden schauen kannst. Außerdem ist das Wasser spiegelglatt. Da gibt es keinerlei Wellen – nicht einmal Wellchen – und das Boot neigt sich keinen Millimeter. Hier gefällt es mir.

Auf den Felsen und Klippen stehen immer mal wieder vereinzelt Häuser. Von dort hast du bestimmt einen phantastischen Meerblick. Dafür ist die ÖPNV-Anbindung katastrophal.

Meine Freude über das ruhige Wasser währt nicht lange. Eine Stunde ist rum und wir fahren zurück. Durch die Wellen. Das Boot wackelt. Ich stemme mich mit den Füßen in den Boden und halte mich mit krampfigen Händen an der Vorderbank fest. Das gibt mir Stabilität und Halt und ein trügerisches Gefühl von Sicherheit. Sogar ein selbstbetrügerisches. Sollte die Fähre kentern – die Chance liegt bei ungefähr 0,0000214 Promille – hilft es mir rein gar nichts, mich an die Bank zu klammern. Die Chance, dass mir das etwas hilft, liegt bei 0,000000000000000719 Promille.

Um mich von dem Wackeln und Schaukeln des Bootes abzuhalten, fange ich an zu zählen. 1, 2, 3, 4, 5, … Zahlen sind gut. … 37, 38, 39, 40, 41, … Zahlen schwanken nicht, … 163, 164, 165, 166, 167, … Zahlen wackeln nicht, … 488, 489, 490, 491, 492, … Zahlen neigen sich nicht, … 1.317, 1.318, 1.319, 1.320, 1.321, … Zahlen bewegen sich nicht, … 1.844, 1.845, 1.846, 1.847, 1.848, … Zahlen gehen einfach regungslos immer weiter und weiter und weiter, … 2.125, 2.126, 2.127, 2.128, 1.229, …

Bei 2.711 erreichen wir endlich den Hafen. Diesmal verzichte ich darauf, den Boden zu küssen. Das kannst du als Achtklässler machen, mit Mitte 40 ist es das etwas zu melodramatisch.

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Ich möchte Sie nicht langweilen, aber ich muss Ihnen von unserem Kniffel-Turnier von einem weiteren Sieg meinerseits berichten. Dabei hatte ich nur 245 Punkte. Das ist nicht übermäßig viel. Das kann man durchaus übertreffen. Dazu müsste man halt auch mal einen Kniffel werfen. Hat aber niemand vom Rest der Familie. Dann kann ich es auch nicht ändern.

Vor dem letzten Spiel habe ich 288 Punkte Vorsprung vor dem Sohn. Ich fühle das Metall des Pokals in meinen Händen und schmecke das Spaghettieis in meinem Mund.


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Cassis 2022 – Tag 12 (20.07.): Türlich, türlich!

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Ich laufe durch das Villenviertel hinter dem Waldweg und in meinem Kopf singt es: „Schweiß, Schweiß, Baby. Schweiß, Schweiß, Baby.“

Sorry, ich komm nochmal rein.

Ich laufe durch das Villenviertel hinter dem Waldweg und in meinem Kopf singt es: „Like Schweiß in the sunshine!“

CUT! Nochmal von vorne. Und ACTION!

Ich laufe durch das Villenviertel hinter dem Waldweg und in meinem Kopf singt es: „I’ve had the Schweiß of my life!“

Egal, das bleibt jetzt so. Ist ja kostenlos.

Am Ende des Villenviertels ist die Straße leicht abschüssig. Das ist ungewohnt, aber auch mal ganz schön.

Da ich mir heute 16,5 Kilometer auferlegt habe – bitte sagen Sie nichts –, erreiche ich heute einen Nachbarort von Cassis. Auf dem Schild am Ortseingang steht Roquefort. Wie cool ist es bitte schön, in einem Ort zu wohnen, der wie ein Käse heißt? Noch cooler wäre es nur, in einem Käse zu wohnen. Oder in einem Käsekuchen. (Auch wenn der wahrscheinlich sehr schwer sauber zu halten ist.)

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Cassis 2022 – Tag 12 (20.07.): Türlich, türlich! (Teil 2)

Teil 1


In zwei Tagen endet unser Urlaub. Es ist an der Zeit, uns um Mitbringsel zu kümmern. Schließlich heißt es nicht umsonst: „Urlaubsgeschenke erhalten die Freundschaft.“ Außerdem erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, dass deine Eltern ihr Geld später dir vererben und nicht ans örtliche Tierheim spenden.

Als erstes gehen wir in einen Laden, in dem es Gebäck und Kekse aus der Provence gibt. Gebäck ist immer gut. Das besteht aus viel Fett und Zucker. Da legt der Körper nach dem Verzehr den Turbo bei der Glückshormonproduktion ein. Wer würde sich nicht über ein Päckchen Kekse als Urlaubsmitbringsel freuen? Menschen mit Glutenunverträglichkeit. Aber darunter leidet in unseren Familien glücklicherweise niemand.

Wer sich auch nicht freut, ist die Urlaubskasse. Ein Paket Kekse kostet 25 Euro. Und wir reden hier nicht von einem Schrankkoffer voller Gebäck, sondern von einer 500-Gramm-Packung. Schon der Gedanke an den Preis ist ein schwerer Schlag für die Glückshormonproduktion. Um die wieder anzukurbeln, müsstest du eigentlich die Kekse essen, die dir aber zu teuer sind, was dich noch unglücklicher macht. Es ist ein Teufelskreis.

Auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Feinkostgeschäft. Davor steht – wie jeden Tag – ein Mann und bietet Probierhäppchen an. Was er genau auf seinem Tablett hat, weiß ich nicht. Ich bin immer schnell an ihm vorbeigehuscht, weil ich Angst hatte, dass er mich ansprechen könnte.

Der Mann trägt eine schwarze Schürze aus dickem Stoff, in die mit goldenem Faden der Name und das Logo des Geschäfts gestickt ist. Ein sicheres Zeichen, dass das Angebot dort sehr hochpreisig ist. Oder haben Sie in einem 1-Euro-Shop schon mal Verkäufer*innen gesehen, die mit Gold bestickte Schürzen tragen? Genau.

Das Schaufenster des Feinkostladens ist sehr edel dekoriert. Ein weiteres Indiz dafür, dass wir dort keine Mitbringsel in unserer Preiskategorie finden. Gegen die Produkte dort, sind die 25-Euro-Kekse billiger Tand.

Stattdessen gehen wir in einen Seifenladen. Seife zu verschenken ist natürlich etwas grenzwertig. Das kann leicht missverstanden werden. (Oder genau richtig.)

Die Seifen sind in großen Stücken sehr verkaufsanregend angerichtet. Sie riechen nach Erdbeere, Himbeere, Apfel, Pfirsich, Mango, Joghurt, Zimt, Vanille und vielem mehr. Bei meinem Friseurbesuch hatte ich geschrieben, dass ich kein Freund von nach Obst duftenden Shampoos bin. Hier riecht das aber alles sehr lecker. Vor allem die Zitronenseife. Die sieht auch aus wie eine Zitrone. Ein Grund mehr, gleich drei Stück davon in unseren Korb zu packen.

Damit uns die Mitbringsel-Optionen nicht ausgehen, hatte ich beim Betreten des Ladens beschlossen, nicht auf die Preise zu schauen. Das war ein ziemlich cleverer Move. So kommt mir das alles total billig vor. (Fast schon geschenkt.) Um diese Illusion nicht zu zerstören, lasse ich meine Frau alleine zur Kasse gehen.

Zum Schluss holen wir uns in einem klassischen Souvenirgeschäft noch einen Kühlschrankmagneten mit einem Bild von Cassis. Das machen wir schon seit Jahren im Urlaub. Also, wir holen uns nicht überall einen Kühlschrankmagneten mit einem Bild von Cassis, sondern mit einem Motiv von dem jeweiligen Urlaubsort. Dies zur Erläuterung, falls Sie das falsch verstanden haben. (Reißen Sie sich bitte zusammen und konzentrieren Sie sich. Es sind nur noch drei Beiträge, die sie lesen müssen!)

Unser Kühlschrank wimmelt inzwischen nur so von Magneten. Eigentlich haben wir gar nicht so viele Sachen, die wir aufhängen können. Schließlich gehen die Tochter und der Sohn schon lange nicht mehr in die Kita. Deswegen bringen sie auch nicht mehr täglich selbstgemalte Bilder vom Umfang des Berliner Telefonbuchs mit. (Falls Sie sich fragen, was ein Telefonbuch ist, sind Sie nach 2004 geboren. Aber dann lesen Sie das hier ohnehin nicht. Oder Sie haben nie ein Telefon besessen, weil Sie Amish sind. Dann lesen Sie das hier aber ebenfalls nicht.)

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Die Würfel sind uns beim Kniffeln heute nicht gewogen. Mir reichen bescheidene 229 Punkte, um Erster zu werden. Schon mein sechster Tagessieg. Damit habe ich 50 Prozent aller Spiele gewonnen. Aber das nur am Rande. Sie sollen nicht den Eindruck bekommen, dass ich mich mit meinen Kniffelerfolgen brüste, weil ich sonst nichts zum Brüsten habe. Das stimmt aber nicht. Ich kann auch einen recht leckeren Käsekuchen backen.


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Cassis 2022 – Tag 11 (19.07.): Was macht die Taube am Strand?

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Erkenntnisse während meines neunten Laufs hier in Cassis: Es ist jeden Morgen gleich heiß und drückend, die Anzahl der Bäume auf dem Flachstück zum Bahnhof ist immer gleich gering und der Berg hinter dem Bahnhof bleibt gleich steil. Ich glaube, ich bin da einer großen Sache auf der Spur.

Für die heutige Laufeinheit habe ich mir sechzehn Kilometer vorgenommen. Ich bleibe anscheinend jeden Tag gleich bescheuert.

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Cassis 2022 – Tag 11 (19.07.): Was macht die Taube am Strand? (Teil 2)

Teil 1


Wir gehen heute erst am frühen Nachmittag zum Strand. Es ist 14 Uhr und ziemlich viel los. Trotzdem finden wir einen Premium-Platz direkt an der Wasserkante. Mit freiem Blick aufs Meer, einer frischen Brise und weniger als fünf Meter vom kühlen Nass entfernt!

Ich bin trotzdem skeptisch. Der Strand ist voll, aber dieser Top-Spot ist noch frei. Warum? Ist er zu nah am Meer und die Wellen schwappen dort ständig auf dich und deine Strandutensilien? Oder hat sich der Mann zur rechten zum Mittagessen eine deftige Cassoulet reingepfiffen und lässt jetzt seinen Darmwinden freien Lauf? Oder lebt an dieser Stelle im Meer ein Seeungeheuer, das ahnungslose Badegäste ins Wasser zieht und verspeist? Wahrscheinlich eine Kombination aus allem.

Der Rest der Familie nimmt meine Vorbehalte gegenüber dem Liegeplatz nicht ernst und breitet unsere Badetücher aus. Ich überlege, ob ich ins Wasser gehen soll. Was dafür spricht: Es bietet eine erfrischende Abkühlung und der Weg ist sehr kurz. Was dagegen spricht: Ich bin dann im Wasser.

Die aufmerksamen Stammleser*innen wird es nicht überraschen, wenn ich bekenne, kein großer Fan von Wasser zu sein. (Duschen ausgenommen.) In meiner Rangliste der beliebtesten Elemente belegt Wasser den letzten Platz. (Platz 3: Feuer (zu heiß), Platz 2: Erde (schmutzig), Platz 1: Luft (brauchst du zum Atmen)) Vor allem mag ich es nicht, Wasser ins Gesicht zu bekommen. Und noch weniger, mit dem Kopf unter Wasser zu tauchen. Das brennt in den Augen, deine Ohren laufen voll, du kannst nicht atmen. Alles Argumente, die dagegen sprechen, deinen Kopf ins Wasser zu stecken.

Der Mensch ist nun mal kein Unter-Wasser-Lebewesen. Hätten Gott, Allah, Buddha, Shiwa oder das fliegende Spaghettimonster gewollt, dass wir unter Wasser leben, hätten sie uns Kiemen gegeben. Da wir aber keine Kiemen haben, gehe ich davon aus, dass Gott, Allah, Buddha, Shiva oder das fliegende Spaghettimonster nicht wollen, dass wir mit dem Kopf unter Wasser gehen. Ich finde, das ist eine sehr bestechende, wenn auch leicht ins Tautologische spielende Argumentation.

Ich vertage meine Wasser-Entscheidung und gehe meiner Lieblingsstrandbeschäftigung nach: Dösen. Das geht hier ganz phantastisch. Im Hintergrund rauscht das Meer, die Menschen um dich herum murmeln, in der Ferne zirpen die Zikaden. Der perfekte Klangteppich, um in die REM-Phase zu dämmern.

Wache eine Viertelstunde später auf. Ich drehe meinen Kopf nach links und schaue auf eine Taube. Die Taube schaut zurück. Ich bin verwirrt. Warum ist hier eine Taube? Träume ich noch? Der Strand ist doch der Lebensraum von Möwen und nicht von Tauben. Die gehören nicht hierher, sondern in die Stadt, wo sie rumgurren und alles voll kacken. Also, was will die Taube hier am Strand?

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Tauben. Einige meiner besten Freunde sind Tauben. Ich möchte auch auf keinen Fall Tauben diskriminieren oder Ressentiments gegen Tauben schüren. Es heißt nicht umsonst „Alle Vögel sind Tauben, fast überall.“ Trotzdem haben Tauben meiner Meinung nach an einem Strand nichts verloren. (Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.)

Vielleicht ist es aber gar keine Taube, die mich anglotzt, sondern eine verkleidete Möwe auf dem Weg zu zu einer Mottoparty. Oder die Taube macht hier Urlaub. So ein Stadtleben ist ja anstrengend. Mit dem ganzen Gegurre und der ständigen Vollkackerei. Da willst du dich auch mal ein, zwei Wochen im Jahr erholen, ohne dass dir irgendein dahergelaufener Penner das Recht abspricht, am Strand abzuhängen.

Ich kann nicht länger den Blickkontakt mit der Taube halten und schaue weg. Sie trippelt weiter, läuft über ein paar Handtücher und über das Bein eines verdutzten Mannes. Dann pickt sie an einem Baguette, das irgendeinem Kind runtergefallen ist.

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Am Hafen neben unserem Stamm-Strand wurde in den letzten Tagen eine große Bühne aufgebaut. Für das Cassis en scéne festival. Heute Abend spielt dort Patrick Bruel. Ein Künstler, der mir gänzlich unbekannt ist. Das hat aber nichts zu bedeuten. Ich habe vor circa 20 bis 25 Jahren den Anschluss an aktuelle, angesagte Musik verloren. Deswegen ist es durchaus möglich, dass Patrick Bruel der größte Rockmusiker ist, den Frankreich jemals hervorgebracht hat.

Gestern dachte ich kurz, dass ich Patrick Bruel doch kenne. Das lag aber nur daran, dass ich seinen Namen hier täglich auf den Veranstaltungspostern lese.

Morgen treten Earth, Wind and Fire auf. Das ist natürlich ein spektakulärer Show-Act. Zumindest für Menschen aus der Generation meiner Eltern. Wahrscheinlich hat sie der Typ aus der Stadtverwaltung gebucht, der für das 14.-Juli-Feuerwerk die Psychedelic-Rock-Flower-Power-Musik ausgesucht hat. Für die Originalband hat es allerdings nicht gereicht. Stattdessen spielen Earth, Wind & Fire Experience. Hört sich wie der mäßig originelle Name einer Coverband an. So wie Rolling Stoneheads, ReBeatles oder Modern Talking Reloaded. Die Tickets kosten trotzdem über 50 Euro. Vielleicht kann man mit Monopoly-Geld bezahlen. Quasi Covergeld für die Coverband. (Miese Witze aus dem Niveaukeller sind der Grund, warum ich weiterhin kein Geld für meine Blogbeiträge nehmen kann.)

Am Donnerstag gibt es noch einen Auftritt von Axel Bauer und Bénabar. Zwei Künstler, von deren Schaffen ich bis zu unserer Ankunft in Cassis ebenfalls noch nichts wusste. Aber, wie gesagt, das schließt nicht aus, dass sie trotzdem die größten Rockstars sind, die Frankreich je hervorgebracht hat. Außer Patrick Bruel.

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Nachdem wir Kaffee getrunken und Melone und Brioches gegessen haben, ruhe ich mich auf dem Balkon aus. (Schönen Gruß aus der Seniorenresidenz „Meerblick“.) Im Hintergrund sind – wie immer – die Zikaden zugange. Inzwischen habe ich mich tatsächlich daran gewöhnt. Die meiste Zeit des Tages blende ich das einfach aus.

Irritierender finde ich mittlerweile, wenn das Dauergeratsche zwischendurch aufhört. Ab und an passiert das tagsüber. Zuerst schwillt das Zikadengeschrei an und plötzlich hört es kurz auf, bevor es mit noch größerer Intensität weitergeht. Ich stelle mir dann immer vor, den Zikaden fällt in diesem Moment auf, dass sie den Humanoiden zahlenmäßig weit überlegen sind. Daraufhin schmieden sie Pläne, alles in und um Cassis herum kahl zu fressen. Inklusive der Menschen.

Keine schöne Vorstellung, dass der Urlaub so endet. Aber ein entwicklungsfähiger Plot für einen gruseligen Horrorschocker: „Wenn die Zombie-Zikade zweimal zirpt“.

Weitere Titel für Zikaden-Filme, die mir spontan einfallen:

  • Agenten-Film: Zirp an einem anderen Tag
  • Romanverfilmung: Die Zikade in Venedig
  • Superhelden-Film: Zirp-Man begins
  • Dude-Movie: Zirpover
  • Rom Com: 4 Zikaden und 1 Hörsturz
  • Mafia-Film: Die Zikados
  • Thriller: Das Schweigen der Zikaden
  • Dooms-Day-Film: The day after the Zikaden

Vielleicht sollte ich mal aus der Sonne gehen.

(Falls Sie Interesse daran haben, die Rechte an einem dieser Titel zu kaufen, schreiben Sie bitte an igiveyouallmymoney@familienbetrieb.info. Danke!)

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Gestern wollte ich den Sohn aufgrund meines hohen Vorsprungs nicht als „ärgsten Verfolger“ ernst nehmen. Heute schlägt er zurück: Mit zwei Kniffeln und einer 405er-Runde holt er fast 200 Punkte auf, weil ich mit einer 218er-Runde schwächle.

Ich würde gerne sagen, dass ich das mit Absicht getan habe, um das Kniffel-Turnier spannender zu machen, die Zuschauerzahlen zu erhöhen und die Werbeeinnahmen zu steigern. Erstens haben wir aber keine Zuschauer, zweitens gibt es deswegen auch keine Werbung und drittens würde ich niemals den Kniffel-Pokal und schon gar nicht das Gewinner-Spaghettieis mit solchen Sperenzchen aufs Spiel setzen.

(Falls Sie das Kniffel-Turnier trotz fehlender Zuschauer sponsern möchten, schreiben Sie bitte ebenfalls an igiveyouallmymoney@familienbetrieb.info. Danke!)


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Cassis 2022 – Tag 10 (18.07.): Je ne parle pas français. Really not.

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Kurz nach 8. Bin etwas früher aufgewacht als gestern, bleibe aber noch liegen. Erstens ist das Bett bequem – wenngleich es nicht mit einer Brioches-Matratze punkten kann – zweitens muss ich dann keine Berge hoch joggen, und drittens hat es hier keine 35 Grad, sondern ist erfrischend kühl. Für letzteres sorgt die Klimaanlage in unserem Schlafzimmer.

Die Klimaanlage läuft die ganze Nacht, was mir ein wenig ein schlechtes Öko-Gewissen macht. (Stichwort Stromverbrauch, CO2-Ausstoß usw.) Wir kühlen unseren Raum runter und heizen dadurch den Planeten auf, so dass er für unsere Ur-Ur-Enkel*innen unbewohnbar wird. (Vielleicht schon für unsere Ur-Enkel*innen. Sorry!)

Klimaanlagen sind zwar nicht gut fürs Öko-Karma, aber leider für angenehme Raumtemperaturen. Ohne sie hätten wir sehr unwirtliche Schlafbedingungen und würden über Nacht ganz langsam gegart. Wobei das ja eine sehr schonende und bekömmliche Kochmethode sein soll. (Leckere „Pulled Human“-Rezepte finden Sie im Dark-Web auf meinem Kochblog „Grilling them softly“.) (Verstörende Sätze wie diese sind der Grund, dass auch am Tag 10 dieser Urlaubsblog immer noch kostenfrei ist.)

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Cassis 2022 – Tag 10 (18.07.): Je ne parle pas français. Really not. (Teil 2)

Teil 1


Heute gehen wir ausnahmsweise nicht zu unserem Stamm-Supermarkt. Stattdessen machen wir ein paar Besorgungen in einem der kleineren Tante-Emma-Märkte, an dem wir auf dem Rückweg vom Strand vorbeikommen.

Am Eingang begrüßt uns ein außerordentlich freundlicher Security-Mann und erklärt etwas auf Französisch. Ich antworte mit meinem akzentfreien „Je ne parle pas français.“ Daraufhin erklärt uns der Mann in einem Mix aus einzelnen englischen Worten, pantomimischen Handbewegungen in bester Marcel-Marceau-Tradition sowie etwas, das nach Breakdance-Moves aussieht, wir dürften unsere Strandtaschen nicht mit in den Laden nehmen.

Meine Frau und ich gehen strandtaschenlos durch den Laden und besorgen unsere Sachen, die sich wieder am Prinzip „nur das Allernötigste“ orientieren. Neben Wasser, Brioches und Schoko-Creme noch ein paar Knabbereien für den Abend sowie eisgekühlte Softdrinks, die unser Überleben auf dem steilen Anstieg zu unserer Ferienwohnung sichern sollen.

Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie der Security-Mann in der Obstabteilung der Tochter irgendetwas erzählt. Ich komme ihr zu Hilfe. Wenn ich ihn richtig verstehe, sind die Honigmelonen im Angebot. 3 Stück für 10 Euro. Ich habe keine Ahnung, ob das ein guter Deal ist. Es ist schon sehr lange her, dass ich Honigmelonen gekauft habe. Um ehrlich zu sein, erinnere ich mich nicht, ob ich überhaupt jemals Honigmelonen gekauft habe.

Der Security-Mann lässt sich durch mein „Merci, non, merci“ nicht aus der Ruhe bringen. Er erklärt uns, welches Obst in der Auslage aus der Region kommt. Aprikosen, helle Trauben, dunkle Trauben und die bereits von ihm angepriesenen Honigmelonen. Smalltalken gehört nicht gerade zu meinen Stärken – eine Formulierung, die davon ablenken soll, dass ich über die Small-Talk-Fähigkeiten einer Schrankwand „Eiche rustikal“ verfüge. Daher weiß ich nicht so recht, was ich sagen soll. Im Französischen noch weniger als im Deutschen. Ich werfe einfach an Stellen, die mir am wenigsten unpassend erscheinen, einzelne Worte ein. In erster Linie englische Vokabeln, die ich französisch ausspreche. Wahrscheinlich wundert sich der Security-Mann, warum ich Elbisch rede.

Das hält ihn nicht davon ab, unsere „Unterhaltung“ fortzuführen. Er fragt, wo wir herkommen. „Allemagne“, antworte ich. Seine Augen leuchten. „Ah, die Mannschaft!“, ruft er. Wenigstens einer, der den DFB-Marketingclaim für die deutsche Männermannschaft übernommen hat. Da wird sich Oliver Bierhoff freuen.

Dann fragt er mich: „Bayern?“ Ich denke, er will wissen, wo in Deutschland wir wohnen. Also erwidere ich „Non, Berlin.“ Das war aber ein Missverständnis meinerseits, denn er wollte wissen, ob ich Bayern-Fan bin. Nun denkt er, ich bin Berlin-Anhänger. Er verzieht das Gesicht und sagt „Hertha bäh!“ Dazu macht er eine wegwerfende Handbewegung.

Das verstehe ich sehr gut, denn ich hege auch keinerlei Sympathien für Hertha BSC. Deswegen sage ich „Hertha non“ und mache dazu eine linkische Daumenbewegung nach unten. Wahrscheinlich hält der Security-Mann mich jetzt für einen rückgratlosen Lappen, der seinen Lieblingsverein verleugnet und ihm nach dem Mund redet. Diesen unschmeichelhaften Eindruck verstärke ich, indem ich „Bayern top“ sage. Dabei bewege ich den Daumen nach oben. Hoffentlich ist das in Frankreich keine obszöne Geste à la „Ich steck dir meinen Daumen in den Po.“

Der Security-Mann nickt aber anerkennend und sagt „Bayern monster.“ Wenn ich nicht vollkommen falsch liege, erzählt er dann, dass er Müller gut findet und die Bayern mal im Velodrom, dem Stadion von Olympique Marseille, gesehen hat. Anstatt mich langsam aus der Unterhaltung zu stehlen, fühle ich mich bemüßigt, ihn auch nach seinem Lieblingsclub zu fragen: „Favourite club toi?“ Das hört sich an, als könnte ich nicht nur kein Französisch, sondern auch kein Englisch. Und wahrscheinlich nicht einmal Deutsch.

Die Tochter steht derweil mit regungslosem Gesichtsausdruck neben mir. Wahrscheinlich würde sie gerne gehen, aber meine Interaktion mit dem Sicherheitsmann ist wie ein Autounfall, bei dem du nicht wegschauen kannst.

Meine kryptische Frage löst bei dem Security-Mann einen Redeschwall aus, von dem ich Null Komma Nichts verstehe. Damit ich nicht vollkommen nutzlos rumstehe, werfe ich ab und an ein „Oui“ ein. Diese sinnentleerte Zustimmung animiert in ungünstigerweise, seinen Monolog fortzuführen.

Ein ehemaliger Kollege, der früher im diplomatischen Dienst gearbeitet hat, hat mir mal erklärt, dass du beim Smalltalk immer eine Exit-Option parat haben solltest, durch die du die Unterhaltung elegant verlassen kannst. Fieberhaft suche ich jetzt nach einem geschmeidigen Gesprächsausstieg. Ich könnte mich mit Benzin übergießen und anzünden. Das wäre aber vielleicht ein wenig zu radikal. Stattdessen wähle ich einen nur geringfügig eleganteren Abgang: Ich deute auf mein Handgelenk, an dem sich allerdings gar keine Armbanduhr befindet, und sage „Pardon.“ Dann nehme ich drei Honigmelonen und gehe zur Kasse.

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Nach ihrem gestrigen Premieren-Kniffelsieg legt die Tochter heute mit einer 314er-Runde nach. Das reicht trotzdem nicht zum Tagessieg. Den hole ich mir dank eines Doppel-Kniffels. Trotzdem komme ich nur auf 348 Punkte. Das liegt am verpassten Bonus im oberen und einem gestrichenen Viererpasch im unteren Teil. Der Rest der Familie findet dafür aber keine Worte des Bedauerns und des Mitgefühls. Diese emotionale Kälte, ist der Preis, den du als Führender für deinen Erfolg bezahlen musst.

Der Sohn überholt seine Mutter und ist als Zweitplatzierter nun mein ärgster Verfolger. Wobei mir bei einem Rückstand von 400 Punkten, die Bezeichnung „ärgster Verfolger“ nicht ganz passend erscheint. Fast schon irreführend. Möglicherweise sind solche Sätze der Grund für die emotionale Kälte, die mir meine „Mit“spieler*innen entgegenbringen.


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Cassis 2022 – Tag 09 (17.07.): Ein Königreich für ein Wasser, Wasser, Wasser

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Viertel vor zehn, ich laufe die flache Straße Richtung Bahnhof hinunter. Die Sonne hat das Thermometer schon auf 33 Grad gepusht. Das Einzige, woran ich denken kann, ist „Wasser, Wasser, Wasser!“

Dabei war mein heutiger Laufplan gut. Vierzehn Kilometer, aber ohne Höhenmeter und ohne „Hunger Games“-Waldweg. Einfach so oft zwischen Kreisel und Bahnhof hin und her laufen, bis die erwünschte Distanz beisammen ist. Das ist zwar etwas öde, aber ich muss mir ja nicht jeden Tag diesen Anstieg hinterm Bahnhof geben. Ich bin schließlich keine 20 mehr. (Mein 20-jähriges Ich schaut mich entgeistert an und fragt: „Und warum soll ich jeden Tag diesen verschissenen Berg hoch rennen? Geht’s noch?“

So gut der Laufplan in der Theorie war, so mangelhaft war er in der Umsetzung. Das fing damit an, dass ich erst um 8.30 Uhr aufgewacht bin. Ist im Urlaub ja eigentlich ganz schön. Sofern du dann sofort losläufst, um die schlimmste Hitze zu vermeiden. Habe ich aber nicht getan. Stattdessen habe ich rumgedödelt – Kaffee, Balkon, Aussicht, noch ein Kaffee, Internet lesen – und dadurch erst um halb zehn mit meinem Lauf angefangen.

Die Sonne war da bereits auf Betriebstemperatur und hat gebrutzelt, was das Zeug hält. Sie müssen mir nicht schreiben, dass es sehr unvernünftig ist, in der prallen Sonne bei über 30 Grad zu laufen. Das ist mir durchaus bewusst. Aber ich kenne meinen Körper und weiß, was ich ihm zumuten kann. Auf Sardinien und Kreta bin ich bei ähnlich hohen Temperaturen gelaufen. Wobei das Unvernünftige natürlich nicht vernünftiger wird, nur weil du es mehrmals tust. Mein Körper nickt und ruft: „Wasser, Wasser, Wasser!“

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